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Schulpolitik/ Beginn des Schuljahres 2006-2007/ Entwicklung der Schülerzahlen: Johannes Müller: Schülerrückgang für mehr Bildungsqualität nutzen.

VBE sieht eklatanten Widerspruch bei der pädagogischen Versorgung behinderter Kinder. Der Rückgang der Schülerzahlen in Rheinland-Pfalz kann konsequent für eine nachhaltige Verbesserung der Bildungsqualität an den Schulen genutzt werden und darf nicht dem Finanzminister als Steinbruch zur Haushaltskonsolidierung dienen.



Das bedeutet, dass alle den durch Pensionierungen frei werdenden Stellen wieder besetzt werden und zusätzliche Lehrkräfte dort eingestellt werden müssen, wo sie fehlen. Das ist im Bereich der allgemeinbildenden Schulen vor allem bei den Förderschulen der Fall. Insofern ist die Ankündigung von Bildungsministerin Doris Ahnen, im Landeshaushalt 2007/2008  240 zusätzliche Lehrerstellen zu schaffen, ein richtiger und wichtiger Schritt zu schulpolitischer Nachhaltigkeit.

 

 Der VBE bezweifelt aber, dass diese Stellen ausreichen werden, um mehr als Löcher zu stopfen. So benötigen Schularten, die einen festen Zeitrahmen besteht – also bei den Vollen Halbtagsschulen und den Ganztagsschulen, das sind immerhin ¾ unserer Schulen – eine höhere Lehrerversorgung als die statistischen 100%, um bei plötzlich auftretenden Engpässen professionell Unterricht zu sichern. Nach unseren Berechnungen wären dafür zumindest 500 neue Lehrerstellen notwendig!“

 

 Der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Rheinland-Pfalz, Johannes Müller, äußerte sich heute (28.08.2006) in Mainz zum Start der Unterrichtszeit im neuen Schuljahr 2006/2007 und zur Ankündigung von Bildungsministerin Doris Ahnen, ab 2007 240 neue Lehrerstellen einzurichten. Außerdem äußerte er sich zur pädagogischen Versorgung behinderten Kinder und Jugendlicher an Schwerpunktschulen und an Förderschulen.

 

 Johannes Müller: „Bei der pädagogischen Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher sieht der VBE jedoch einen eklatanten Widerspruch zwischen der Favorisierung der  Schwerpunktschulen durch die Landesregierung und der Unterrichtsversorgung an den Förderschulen. Das ist ein Bruch im pädagogischen Angebot für die Schwächsten in unserer Gesellschaft!“  Allein im Bereich der Förderschulen müsse – so der VBE-Landeschef - nach VBE-Informationen von vornherein mit einem strukturellen Versorgungsdefizit von 3,5 % kalkuliert werden. Eine volle Unterrichtsversorgung sei bei den beeinträchtigten Schülerinnen und Schülern an den Sonderschulen also dann gegeben, wenn tatsächlich nur 96,5% erreicht würden.  

 

 Johannes Müller: „Es ist nicht fair, das schulpolitische Prestigeprogramm Schwerpunktschulen auf der einen Seite hochzujubeln und auf der anderen Seite die Förderschulen bei der Unterrichtsversorgung verhungern zu lassen!“

 

http://www.vbe-rp.de/


 
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