Die Lehrer nutzen hingegen das Internet vor allem zur Unterrichtsvorbereitung. Das MMB ermittelte 36 schulspezifische Websites, die von Lehrern häufig frequentiert werden. Hinzu kommen Angebote, die sich auch an andere Zielgruppen wenden. Dabei kristallisierten sich vier Angebots-"Typen" heraus: Zum einen kostenlose Informationsangebote mit Verweisen auf Inhalte anderer Anbieter; dazu freie Portale, die Unterrichtsmaterialien speziell für Lehrer bereitstellen; Spezialangebote für bestimmte Lehrer-Zielgruppen oder Themen und Arbeitsumgebungen für die Zusammenarbeit von Lehrern, Schülern und anderen schulnahen Akteuren.
Der Studie zufolge legen Lehrer bei den Angeboten und Funktionalitäten vor allem Wert auf Datenbanken mit Lerninhalten sowie auf Links und aktuelle Informationen. Hauptaufgabe einer Portalredaktion ist nach Ansicht der Lehrer die Erstellung von Inhalten im eigenen Haus. Experten (Schuldirektoren und Vertreter der Länder) befürworten hingegen den Aufbau eines Netzwerks von Lehrern, die die Inhalte für das Portal erstellen. Eine Erweiterung der Zielgruppen von Web-Angeboten für Lehrer wird eher nicht gewünscht, wohl aber eine gezielte Öffnung für Referendare und Pädagogik-Studierende, also den Lehrer-Nachwuchs.
Weitgehend akzeptiert werden von Lehrern Online-Angebote, die von professionellen Autoren erstellt wurden und keine weitere Bearbeitung mehr benötigen. Wenige Pädagogen begrüßen Web 2.0-Angebote, in denen alle Nutzer an den Inhalten mitarbeiten. Beim Thema Finanzierung tendiert der größte Teil der Befragten zu Abonnements. Weniger beliebt seien Zahlungen pro Download. Zudem solle die Finanzierung von Lehrer-Angeboten bei den Bundesländern liegen. Auch Schulträger und Sponsoren werden als Finanzierungsquelle präferiert.
Quelle: media-NRW

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