„In unserem Bundesland werden Grundschullehrer am kürzesten ausgebildet, am schlechtesten besoldet und das bei der höchsten Wochenstundenverpflichtung“, moniert der VBE-Chef.
Nach dem Schulgesetz sollten alle Schulen in Baden-Württemberg gleichwertig sein. Auch Lehrer sollten dementsprechend gleich ausgebildet und besoldet werden und gleich lang unterrichten müssen. In Baden-Württemberg sind manche Lehrergruppen ein wenig gleicher als die anderen, bemängelt Karg.
Nach dem nordrhein-westfälischen Gesetzentwurf soll sich das Studium künftig in ein dreijähriges Bachelor- und ein zweijähriges Masterstudium gliedern, dessen Abschlussprüfung das bisherige Erste Staatsexamen ersetzt. Das anschließende Referendariat soll von derzeit 24 bis zum Jahr 2015 schrittweise auf zwölf Monate verkürzt werden und mit dem Zweiten Staatsexamen abschließen. Gleichzeitig sind ein zehnwöchiges Assistenzpraktikum vor Studienbeginn, jeweils ein Schul- und ein außerschulisches Praktikum in der ersten Studienphase und ein ganzes Praxissemester während des Studiums vorgesehen.
In Baden-Württemberg werden Grund- und Hauptschullehrer an Pädagogischen Hochschulen in sechs Semestern ausgebildet, woran sich ein anderthalbjähriger Vorbereitungsdienst anschließt.
Dass das Gymnasium anderen Schularten bevorzugt wird, sieht man auch wieder bei der jetzt beschlossenen Hausaufgabenhilfe für Schüler, die den anderen Schularten nicht zuteil wird, und das, obwohl den Gymnasien pro Klasse zwei zusätzliche Poolstunden zur Verfügung stehen, über die frei verfügt werden kann. „Von solchen Bedingungen können die Hauptschulen nur träumen“, so der VBE-Chef, der jedoch keinesfalls eine Neiddebatte damit anstoßen möchte.
Verband Bildung und Erziehung (VBE) - Baden-Württemberg
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