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4.000 Lehrer/innen bleiben ohne Stelle

Befristete eingestellte Lehrer/innen müssen in den Ferien jobben
Stuttgart - In diesem Jahr werden in Baden-Württemberg gut 4.000
Lehrer/innen zum Schuljahresbeginn am 13. September keine Stelle erhalten. "Trotz der gegenüber dem Vorjahr besseren Einstellungssituation an Grundschulen wird an den Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen nur die Hälfte der Bewerberinnen und Bewerber im September vor der Tafel stehen.




Gerade in den überfüllten Klassen der Realschulen würden zusätzliche Lehrerinnen und Lehrer dringend benötigt, aber die Landesregierung ist nur bereit, 700 der 1.500 Bewerber/innen eine Stelle zu geben", sagte am Freitag (16.07.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

 

Die Bildungsgewerkschaft kritisiert, dass in zwei Wochen erneut bis zu 2.000 befristet eingestellte Lehrer/innen arbeitslos werden, weil die CDU-/FDP-Landesregierung sich weigert, diese Pädagog/innen in den Sommerferien zu bezahlen. "Diese meist jungen Lehrerinnen und Lehrer haben unter oft schwierigen Bedingungen die Unterrichtsversorgung in Baden-Württemberg halbwegs stabil gehalten. Die meisten werden ab September wieder am Lehrerpult benötigt, aber jetzt trotzdem von der Landesregierung zum Arbeitsamt geschickt. So geht kein guter Arbeitgeber mit seinen Fachkräften um. Auch die Schulleitungen hängen in der Luft. Wenn diese Praxis sich nicht ändert, wird die Landesregierung bei den Wahlen im März den Unmut der Eltern und Lehrkräfte spüren", sagte Moritz.

 

Die Einstellungsentscheidungen für das neue Schuljahr, das am 13. September beginnt, sind weitgehend gefallen. Insgesamt erhalten voraussichtlich 5.370 der 9.550 Bewerber/innen ein Einstellungsangebot. Das sind 56 Prozent. (2009: 4.770 Einstellungen, 9.870 Bewerbungen, 48 Prozent).

 

Nach den vorläufigen Zahlen werden an den Grund- und Hauptschulen 1.660 Personen eingestellt. Beworben hatten sich dort 3.680 ausgebildete Lehrer/innen (Einstellungsquote 45 Prozent, 2009: 27 Prozent). An den Sonderschulen werden 210 der 510 Bewerber/innen eine Stelle erhalten (41 Prozent, 2009: 30 Prozent), an den Realschulen 700 bei 1.500 Bewerbungen (48 Prozent, 2009: 42 Prozent). Besser sind die Einstellungsquoten bei Beruflichen Schulen (1000 Einstellungen, 84 Prozent, 2009: 76 Prozent) und Gymnasien (1.600 Einstellungen, 70 Prozent, 2009: 73 Prozent).

 

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

 

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg

Geschäftsführer & Pressesprecher
Matthias Schneider
Silcherstr. 7, 70176 Stuttgart
Tel. (0711) 21030-14, Fax: -55
Handy: (0160) 4458395
presse@gew-bw.de
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