Dr. Werner Eichhorst vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit in Bonn warnt vor einer Ausgrenzung der Betroffenen: „Die Kluft zwischen den Ansprüchen der Wirtschaft und den Schwächsten in unserer Gesellschaft wird immer größer.“
Bonn, 20. August 2010. Jugendarbeitslosigkeit darf nicht ignoriert werden. Unternehmen sowie Schulen sind dazu aufgefordert den Nachwuchs gezielt auf das Berufsleben vorzubereiten. „Es mag zwar sein, dass den Unternehmen Fachpersonal fehlt, aber mit der richtigen Unterstützung können sie den Nachwuchs zielgerecht ausbilden und langfristig an sich binden“, so Eichhorst, der in diesem Jahr Jurymitglied des Deichmann-Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit ist.
Diese Initiative würdigt zum sechsten Mal Unternehmen und Schulen, die sich in besonderem Maße für benachteiligte Jugendliche einsetzen. Dort berichten viele Unternehmen über gute Erfahrungen mit Jugendlichen, denen sie eine „letzte“ Chance auf dem Arbeitsmarkt gegeben haben. Einsatzwille und Durchaltevermögen seien zwei wichtige Voraussetzungen, die diese Jugendlichen erfüllen müssen, sagt der Experte. Damit könne ein Ausgleich z.B. zu mangelnden schulischen Leistungen geschaffen und junge Menschen langfristig auf dem Arbeitsmarkt integriert werden.
Der Preis wird am 5. Oktober in Köln vergeben und ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.
Kontakt:
Dr. Werner Eichhorst
Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH (IZA)
Schaumburg-Lippe-Strasse 5-9
53113 Bonn
Tel.: 0228/ 38 94 531
E-Mail: eichhorst@iza.org


Österreich
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren



