"Die Praxis, immer mehr Arbeitsverhältnisse bei Trägern in der Bildungs- und Sozialarbeit zu befristen, muss endlich gestoppt werden. Dafür muss die Bundesregierung die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen", betonte Ilse Schaad, Leiterin des GEW-Vorstandsbereichs Angestellten- und Beamtenpolitik, in Frankfurt a.M.. Befristete und prekäre Arbeitsverhältnisse in diesem Bereich seien mittlerweile der Normalfall. Kündigungs- und Mutterschutz sowie Elternzeitgesetz würden für diese Beschäftigten faktisch nicht gelten. "Das ist unsozial. Diese Entwicklung ist die Kehrseite des sog. 'Jobwunders', mit dem sich die schwarz-gelbe Bundesregierung brüstet: Sichere, gut bezahlte Arbeitsverhältnisse werden in prekäre umgewandelt und auf mehr Köpfe verteilt", unterstrich Schaad.
Besonders hoch sei der Anteil prekär Beschäftigter in den von der Bundesagentur für Arbeit (BA) geförderten Maßnahmen für arbeitslose Jugendliche und Erwachsene. So verschlechtere sich die Qualität der Maßnahmen. "Der Weg auf den Arbeitsmarkt wird für diese Menschen immer schwieriger - ihre Betreuer, Ausbilder und Lehrkräfte müssen ums Überleben kämpfen", sagte die GEW-Expertin.
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