Wir haben erreichen können, dass die Lehrerinnen und Lehrer auch die notwendige Arbeitszeit für pädagogische Förderung und Konzeptarbeit erhalten", erklärte GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber. Pro Klasse in den Jahrgangsstufen sieben bis neun gäbe es eine zusätzliche Lehrerwochenstunde. Dies sei ein Erfolg der GEW.
Der GEW-Vorsitzende verbindet mit der jetzt getroffenen Vereinbarung auch einen persönlichen Verhandlungserfolg. Nach zweieinhalb Jahren persönlicher Überzeugungsarbeit gegenüber Schulministerin Sommer könne jetzt endlich eine pädagogische Modernisierung mit den dafür notwendigen Ressourcen an den Schulen in NRW umgesetzt werden.
Den Schulen sei freie Konzeptarbeit zugesagt, ebenso die Unterstützung durch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen und die Entwicklung eines pädagogischen Netzwerkes. Der Mehraufwand ist nach Auffassung des GEW-Vorsitzenden aber kostenneutral. Meyer-Lauber wörtlich: "Ein Jahr weniger Schule - weil der Schüler nicht sitzen bleibt - spart knapp 3.000 EURO. Wenn das Geld in die Förderung fließt, erntet der Finanzminister die Dividende in wenigen Jahren."
Der Modellversuch zur Reduktion des Sitzenbleibens ist zunächst für 300 Schulen vorgesehen. Meyer-Lauber abschließend: "Das ist ein richtiger Schritt, aber wir wollen möglichst schnell alle Schulen mit ins Boot holen."
Berthold Paschert
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Landesverband Nordrhein-Westfalen
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