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[NRW] GEW beklagt Stellenabbau in Grundschulen

Anspruch auf individuelle Förderung wird ad absurdum geführt
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) weist Pläne des Schulministeriums zurück, zum nächsten Schuljahr 200 "Sozialindexstellen" aus den Grundschulen für die Oberstufen der Berufskollegs, Gymnasien und Gesamtschulen umzuwidmen. Diese Stellen sollen den Regelunterricht an diesen Schulformen sicherstellen.



Ein außerplanmäßiger Schülerzuwachs in der Sekundarstufe II habe diesen ausgelöst, heißt es aus dem Schulministerium. Auf „Sozialindex-Stellen“ arbeiten zusätzlich Lehrkräfte vor allem an Grund- und Hauptschulen mit schwieriger sozialräumlicher Infrastruktur und einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund.

 

„Die Problemlage an den Grundschulen in sozialen Brennpunkten hat sich in den letzten Jahren aufgrund der Aufhebung der Schulbezirksgrenzen verschärft. Wir brauchen somit mehr und nicht weniger Lehrerstellen für individuelle Förderung“,  erklärte heute Norbert Müller, stellvertretender Landesvorsitzender der GEW.

 

Zur Deckung des zusätzlichen Bedarfs für rund 9000 Oberstufenschüler, die aufgrund der katastrophalen Lehrstellensituation zusätzlich die Oberstufe besuchen, fordert die GEW die zusätzliche Einstellung von Lehrkräften. Nach der geltenden Schüler-Lehrer-Relation entspricht dies einem Zusatzbedarf von ca. 650 Lehrerstellen.

 

Berthold Paschert

GEW NRW


 
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