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VBE kontert: Wirtschaftlicher Schaden durch mangelhaften Gesundheitsschutz für Lehrer ist gravierender als der durch Pädagogische Tage verursachte

Stuttgart. Beim Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg rätselt man, warum sich mittlerweile auch der Finanzausschuss des Landtags mit den Pädagogischen Tagen der Schulen beschäftigt. Unverständnis ruft dessen Beschluss hervor, Pädagogische Tage nur noch in der unterrichts­freien Zeit stattfinden zu lassen. Solche Vorgehensweise zeige deutlich, dass fremde Ressorts immer wieder meinen, dem Kultusministerium in die Suppe spucken zu können, stellt VBE-Chef Rudolf Karg mit Besorgnis fest.




Schon jetzt sollen Pädagogische Tage eher in der unterrichtsfreien Zeit stattfin­den, als dass Unterricht für diese besondere Fortbildung der Lehrer ausfällt, die wiede­rum den Schülern zugute kommt. Bisweilen sind hochkarätige Referenten nicht zu diesen „Ferien“-Terminen zu haben oder es sprechen andere wichtige Gründe dafür, den Pädagogischen Tag während der Unterrichtszeit abzuhalten. Die Schulkonferenz muss obendrein der Sonderregelung zustimmen.


Warum sich jetzt der Finanzausschuss des Landtages in interne Schulangelegen­heiten einmische, sei völlig unverständlich, sagt der VBE-Chef. Wieso durch die Verbesserung der Unterrichtskultur ein „wirtschaftlicher Schaden“ entstehe, sei nicht wirklich nachzuvollziehen, so Karg. Richtig sei vielmehr, dass durch die schon beinahe fahrlässig zu nennende Handhabung des Arbeits- und Gesund­heitsschutzes für Lehrer durch die Landesregierung ein weitaus größerer Schaden entstehe als durch den wegen schulinterner Lehrerfortbildung ausfal­lenden Unterricht.

 

Frühzeitig durchgeführte Arbeits- und Gesundheitsschutz­maßnah­men könnten zu einer deutlichen Reduzierung krankheitsbedingter Fehl­zeiten bei Lehrern führen. Lärm und psychischer Stress durch übervolle Klassen und zu­nehmend mehr verhaltensauffällige Schüler belasten Pädagogen über Gebühr und machen auf Dauer krank. Der Begriff „Fürsorgepflicht des Dienst­herrn“ habe durchaus Charme, sei jedoch bisher noch eine ziemlich leere Wort­hülse, bemängelt VBE-Chef Karg.

 


Erfreulich sei, dass sich die Kultusministerin Marion Schick nicht gleich vor den Karren der Lehrerschelte habe spannen lassen, lobt Karg die „Neue“.


4.3.2010

 

Verband Bildung und Erziehung (VBE)  -  Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle Stuttgart, Panoramastraße 31, 70174 Stuttgart, Tel. 0711/2293146
Pressesprecher: Michael Gomolzig - Telefon 07181/82179 dienstlich: 07151/750310
Alle Pressemitteilungen unter: www.vbe-bw.de/wDeutsch/presse/index  


 
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