Soll in erster Linie auf den Ausgleich zwischen armen und reichen Ländern geachtet werden, oder kommt es primär auf die ökonomische Entwicklung an, weil mit ihr die Bedingungen der Möglichkeit von Wohlfahrt geschaffen werden? Sollte man den Schwerpunkt der Aktivitäten auf die Veränderung des Konsumverhaltens legen oder eher auf die Förderung neuer Technologien zielen? Darf man die Fragen überhaupt so stellen, oder muss man sogleich auf eine Balance insistieren oder gar verlangen, dass Prioritäten nicht zu setzen sind, weil es zwischen den einzelnen Aspekten zu viele Interdependenzen gibt? Die wissenschaftlichen wie politischen Differenzen sind in diesen Fragen beachtlich und substanzielle integrative Konzepte nur selten zu registrieren (zwei wenig beachtete Ausnahmen seien hier genannt: Kopfmüller u. a. 2001; Coenen/Grunwald 2003).
Quelle: Heinrich Böll Stiftung


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