„Auch die Kinder von finanzschwachen Eltern sollten am Nachhilfeunterricht teilnehmen können. Deutschland kann es sich einfach nicht leisten, Kinder und Jugendliche unter ihren Möglichkeiten auszubilden, denn schon jetzt sehen wir einem massiven Facharbeitermangel entgegen.“
Professionelle Nachhilfe wird immer mehr Normalität, bereits jeder dritte bis vierte Schüler nimmt sie im Laufe seines Schullebens in Anspruch. Laut Bertelsmann-Studie geben Eltern in Deutschland dafür 1,5 Milliarden Euro pro Jahr aus. Doch hängt in Deutschland die Schulbildung immer noch sehr vom Elternhaus ab. „Schüler von finanzstarken Eltern sind dabei im Vorteil“, sagt Heiliger. „Schließlich geben sie beispielsweise für die Nachhilfe ihrer Sprösslinge monatlich circa 100 Euro aus. Das kann sich nicht jeder leisten.
Zwar verzichten mittlerweile viele Eltern auf Konsum und investieren in die Bildung ihrer Kinder, doch trotzdem bleiben noch genügend Kinder außen vor. Das darf nicht sein. Denn auch sie sollen aus eigenen Kräften ihren späteren Lebensunterhalt bestreiten und dafür ist zunächst eine gute Schulbildung Voraussetzung.“
Das Schüler durch Chipkarten oder Bildungsgutscheine diskriminiert würden, sieht Heiliger nicht: „Unsere 2.421 Mitgliedsinstitute werden sehr genau darauf achten, dass Lehrkräfte oder andere Schüler keinen Einblick haben, wie der Unterricht jeweils finanziert wird.“ Viel wichtiger sei es, dass die Förderung finanziell auch ausreichend sei. Heiliger: „Je nach Problemlage benötigen Schüler mehr oder weniger Nachhilfe. Ein einheitlicher Fördersatz für alle Schüler wäre da nicht angemessen.“
Über VNN e.V. (www.nachhilfeschulen.org):
Der im Jahr 2003 gegründete Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e.V. (VNN e.V.) ist der größte deutsche Nachhilfeverband. Er vertritt 2421 privatwirtschaftliche Nachhilfeorganisationen und damit über 50 Prozent der institutionellen Nachhilfe. Die Mitglieder des VNN e.V. garantieren hohe Qualitätsstandards und individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern in Kleingruppen oder Einzelunterricht. Dies gibt Eltern, Kindern und Jugendlichen Sicherheit und Orientierung. Außerdem setzt sich der Bundesverband für einen partnerschaftlichen und vertrauensvollen Dialog zwischen Schule, Politik und Wirtschaft ein. Sitz des Bundesverbandes ist Erftstadt.
Bundesverband Nachhilfe- und Nach-mittagsschulen e.V.
Andrea Heiliger
Verbandssprecherin
Mobil: 0171/ 92 37 862
E-Mail: andrea.heiliger@t-online.de
www.nachhilfeschulen.org


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