Ein umfassendes Angebot an IT-Zertifikaten, entsprechenden Lehrplä-nen, Standards und dazu passenden Unterrichtsmaterialien für Schule und Weiterbildung gibt es längt.
Neben dem Xpert ECP (European Computer Passport), den die Volkshochschulen anbieten und vergeben und der Basis-Kenntnisse in Textverarbeitung, EDV, Datenbank, Tabellenkalkulation, Präsentation, Kommunikation und Internet nachweist, gibt es den ECDL (European Computer Driving Licence). Er ist das von vier Länder-Kultusministerien (Hessen, Bayern, Bremen und Rheinland-Pfalz) emp-fohlene Zertifikat für die Schulen. Der Lehrplan (Syllabus) enthält die Wissensgebiete Informationstechnik, Kenntnisse über das Betriebssys-tem, Textverarbeitung, Datenbank-Kenntnisse, Präsentation, Kommuni-kation und Information (Internet, E-Mail). Die Kenntnisse werden von unabhängigen, akkreditierten Prüfcentern internetgestützt geprüft.
Außer Xpert ECP und ECDL gibt es den euZBQ (europäisches Zertifikat zur Berufsqualifikation), das speziell für die Schulen ab der Sekundar-stufe I konzipiert wurde. Er besteht aus den drei Modulen IT-, Wirt-schafts- und Sozialkompetenz und deckt damit vier der insgesamt acht von der EU empfohlenen Schlüsselkompetenzen ab. Für jedes der drei Module kann eine Prüfung abgelegt werden; nach Bestehen aller drei Prüfungen bekommt man das „Europäische Zertifikat zur Berufsqualifi-kation – euZBQ“. Es ist europaweit anerkannt und soll die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen.
Für die Jüngsten gibt es den e-junior. Er ist Nachweis von Grundkennt-nissen in Textverarbeitung, Zeichnen, Präsentation und Internet bzw. E-Mail für Kinder ab 8 bzw. 10 Jahren (Klassen drei bis vier bzw. fünf bis sechs). Kurse und Tests werden in autorisierten Schulen durchgeführt, autorisieren lassen können sich die Schulen über das Internet.
Und wieder der Haken: Schulen brauchen Geld, um die Kurse durchfüh-ren zu können. Hier sind die Unternehmen, die das Fehlen dieser Quali-fikationen bei ihren Azubis beklagen, in der Pflicht. Eine Empfehlung auch der restlichen zwölf Kultusministerien muss folgen. Und es braucht einen Gemeinschaftsfonds, aus dem diese Qualifizierungen bezahlt werden können.
Kontakt:
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