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Editorial der 43. Kalenderwoche 2008 zum Thema "Der Bildungsgipfel"

Liebe Leserinnen und Leser der TeachersNews,

außer Spesen nichts gewesen! So muss man wohl urteilen, wenn man sich die Ergebnisse des Bildungsgipfels vor Augen hält. Die Absichtserklärungen hören sich ja gut an, aber wenn man bedenkt, dass sich erst einmal eine sogenannte Arbeitsgruppe mit dem Thema der Erhöhung der Bildungsausgaben bis nach der Bundestagswahl beschäftigen soll, dann muss man befürchten, dass alle Vorhaben auf die lange Bank verschoben werden.  




Enttäuschend ist auch, dass sich die Regierung zwei Jahre Zeit läßt, um den Hochschulzugang von Meistern und Gesellen zu regeln. Das ging jüngst in der Bankenkrise erheblich schneller. Dabei wird doch nach einer schnellen Lösung gegen den Akademikermangel gesucht!

 

Auch die vier Jahre, die man sich Zeit läßt, um flächendeckend die Sprachfähigkeit der Vierjährigen zu testen und die nötigen Zusatzförderung zu organisieren, ist in Anbetracht der Wichtigkeit der Maßnahmen, auch enttäuschend. So sind insgesamt gesehen die entscheidenden finanziellen Fragen vertagt worden. Und was nach der Bundestagswahl im September 2009 noch möglich sein wird, steht in den Sternen.

 

Wir werden sehen, ob sich die Bundeskanzlerin Merkel bezüglich der anstehenden Wahlen nicht doch einen Bärendienst erwiesen hat, denn die Bildungspolitik ist für die Wähler, das haben die letzten Landtagswahlen gezeigt, wahlentscheidend!

 

Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen, 
 

Jürgen Spaniol, Redaktion TeachersNews


 
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