Liebe Leserinnen und Leser der TeachersNews,
viel Geld, nur ein Halbtagsjob und lange Ferien: Die Vorurteile, die Lehrern entgegenschlagen, sind zahlreich und daher ist es nicht verwunderlich, dass das Ansehen des Lehrerberufes nicht immer das Beste ist!
Jürgen Gidion, Honoraprofessor am Deutschen Seminar in Göttingen, hat den Beruf des Lehrers schon im Jahre 1981 als "unmöglichen Beruf" bezeichnet, weil der Lehrer sich wie ein Politiker oder ein Therapeut des erwartbaren Scheiterns von vornherein sicher sein könne.
(Gidion, Jürgen, "Lehrer – Anmerkungen zu einem unmöglichen Beruf", in: Neue Sammlung 21, 1981, S. 530 – 542). Und Theodor W. Adorno bezeichnete die Verachtung, die demjenigen zufalle, der sich sein Leben lang mit Kindern abgebe, als besonderes Problem des Lehrerberufes.
Gerade in der aktuellen Zeit, wo die Medien auch noch täglich neue Missbrauchsfälle schildern, ist deshalb die Erklärung des Bayerischen Kultusminister Spaenle, Balsam auf die Lehrerseele.
„Als oberstem Dienstherrn von rund 120.000 Lehrerinnen und Lehrern aller Schularten in Bayern ist es mir ein zentrales Anliegen, ihren enormen Einsatz für unsere Schülerinnen und Schüler herauszustellen. Unsere Lehrkräfte erfüllen durch die Bildung und Erziehung unserer Kinder eine der wichtigsten und nachhaltigsten gesellschaftlichen Aufgaben“.
Das hört man doch gern und es wäre schön, wenn das gesellschaftliche Ansehen der Lehrer nachhaltig unterstützt würde. Die Erklärung des Kultusministers Spaenle wurde auch von zahlreichen Verbänden und Gewerkschaften unterzeichnet. Man darf gespannt sein, ob sich auch andere Bundesländer dieser Erklärung anschließen werden.
Die Erklärung finden Sie unter der nachfolgenden URL:
Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen,
Jürgen Spaniol, Redaktion TeachersNews