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Editorial der 17. Kalenderwoche 2010 zum Thema "Bundeswehr raus aus den Schule?"

Liebe Leserinnen und Leser der TeachersNews,
die Diskussionen um die Präsenz der Bundeswehr in Schulen ist in dieser Woche um einen Appell der "internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung" an die Kultusministerkonferenz bereichert worden. 




Auffällig bei dieser Diskussion ist, dass diese Diskussion von einer Reihe linker Gruppierungen und Friedensaktivisten geführt wird, während sich die andere Seite merkwürdigerweise zurückhält. Allein der Focus hat sich aufgerafft ein Interview mit einer Jugendoffizierin zu führen, die ihre Ansichten (recht vernünftig) zu Protokoll gibt. 
 

Um der Diskussion weiter zuführen, möchte ich den Gegnern der Bundeswehr in Schulen ein paar Fragen stellen.
 
- Warum kommt eigentlich gerade jetzt diese Diskussion in Gang, wo doch die Bundeswehr seit 1958 mit Ihren Jugendoffizieren in den Schulen tätig ist?
 
- Ist die Bundeswehr nicht mehr Teil unserer Gesellschaft?

 

- Sind die Soldaten nicht mehr Bürger in Uniform?
 
- Ist die Bundeswehr etwa eine Söldnertruppe alla Blackwater?
 
- Warum dient die Beschäftigung mit der Bundeswehr eigentlich nicht der Friedenserziehung?
 
- Bedeutet das Gebot der Neutralität in der Schule eine Ausklammerung verschiedener Auffassungen?
 
- Warum soll das Verteidigungsministerium den Afghanistaneinsatz nicht rechtfertigen? Wird da etwa   gegen ein Gesetz verstoßen?
 
-Warum sollen Schüler nicht mit Themen konfrontiert werden, die in der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden?
 
- Ihre Frage:  "Wie soll es zu einem humanistischen Bildungsideal passen, den Einsatz von Militär zur Sicherung von Rohstoffen als legitim zu erachten?" Wo sind denn die Rohstoffe in Afghanistan?
 
- Glauben Sie wirklich, dass Tucholsky mit seiner Vision einer Welt ohne Krieg und auch Brecht mit seinem Satz "Stell Dir vor es gibt Krieg und keiner geht hin", die Problematik der Kriege lösen kann?
 
- Was sagen Sie eigentlich den Soldaten in Afghanistan, die Ihre Leben für uns riskieren?
 
- Und zum Schluss, muss ich mich jetzt eigentlich dafür schämen, dass ich meinen Wehrdienst geleistet habe?
 
 
Ein erholsames Wochenende wünscht Ihnen,
 
Jürgen Spaniol, Redaktion TeachersNews
 


 
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