Jugendliche mit Migrationshintergrund haben größere Schwierigkeiten, einen Ausbildungsplatz zu finden, zu wenig Migrantenkinder besuchen Kitas und der Anteil an Schülerinnen und Schüler mit Migrationsgeschichte ohne Schulabschluss ist auf 13,3 Prozent angestiegen. Rechnet man hinzu, dass 43 Prozent aller Kinder mit Migrationshintergrund einen Hauptschulabschluss machen, wächst die Kluft zwischen Kindern mit (56,3 Prozent) und ohne (38 Prozent) Migrationsgeschichte zusätzlich.
Die Zahlen sind ernüchternd: 13,3 Prozent der Schüler mit Migrationshintergrund verlassen die Schule ohne Abschluss. Das ist eine Steigerung von einem Drittel zu den Vorjahren. Die Abbrecherquote bei Schülern ohne Migrationshintergrund liegt hingegen bei 7,0 Prozent. Aber auch bei ihnen sind mehr Abbrecher zu beklagen (im Jahr 2005: 5,4 Prozent).
Nun stellt sich die Frage, was ist zu tun?
Völlig sinnlos sind die Streitereien wer was wann bezahlen soll und auch die Schönrechnereien bei den Bildungsausgaben hilft nicht weiter. Die notwendigen Investitionen in die Bildung müssen vorgenommen werden, wenn Deutschland weiterhin einen Spitzenplatz in der Welt behalten will.
Da nun weder Bund noch die Länder über das nötige Geld verfügen, bleibt wohl nichts anderes übrig als neue Schulden aufzunehmen und diese, wie die Minderheitsregierung in NRW es vormacht, als "Investitionen in die Zukunft des Landes" zu verkaufen.
Wohl ist mir dabei aber nicht!
Ein angenehmes Wochenende wünscht Ihnen,
Jürgen Spaniol, Redaktion TeachersNews


Österreich
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