Zur Blütezeit bilden sich tausende kleiner weißer Blüten, deren unangenehmer Geruch zahlreiche Insekten anlockt. Im Mittelalter brachte man, vermutlich wegen dieses Geruchs, den Weißdorn mit Unglück, Pest und Tod in Verbindung. Die reifen Früchte sind rot und enthalten bis zu fünf Kerne.
Anwendung und Wirkungsweise
Sowohl die getrockneten
Blätter als auch die Blüten sind für die medizinische Anwendung gebräuchlich.
Blätter, Blüten und Früchte können gemischt oder getrennt verwendet werden.
Weißdorn fördert die Durchblutung des Herzens und kann Arteriosklerose
vorbeugen. Der positive Effekt von Weißdorn bei Herzschwäche im Stadium I und
II nach der New York Heart Association ist durch zahlreiche klinische Studien
nachgewiesen worden und unbestritten.
In der praktischen Anwendung sollte Weißdorn in der Therapie der Herzinsuffizienz daher nicht fehlen. Im Vergleich mit den chemisch-synthetischen Medikamenten ist er sehr gut verträglich und besitzt eine wesentlich breitere Wirkung auf verschiedene Stoffwechselprozesse. Für viele Patienten bessert sich die gesamte Lebensqualität; sie benötigen bei der Blutdruckeinstellung und der Therapie anderer Symptome des Herz-Kreislauf-Systems geringere Dosen einseitig wirkender konventioneller Präparate und leiden unter weniger Nebenwirkungen.
Weißdornprodukte sind nur wirksam, wenn sie mindestens über sechs Wochen angewendet werden. Gebräuchlich sind Tabletten, seltener Tinkturen oder Tees. Bitte beachten Sie: Die Diagnose "Herz-Kreislauferkrankung" sollte immer von einem Arzt gestellt und begleitet werden.


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