Chefarzt Dr. Vinzenz Mansmann, Fachbuchautor ("Total erschöpft")
und BurnOut Experte, beschreibt die Ursachen des Trends "Stress an den
Schulen": "Besonders Lehrer spüren die Veränderungen der modernen Zeit. Schüler
sind nicht mehr nur wissbegierig, sondern leiden oft unter einer wahren
Reizüberflutung, u.a. durch den übermäßigen Konsum von Computerspielen,
Fernsehen, Videos. Dies zeigt sich natürlich auch in ihrer Verhaltensweise. Sie
sind oftmals unruhig, haben Aufmerksamkeitsstörungen und
Konzentrationsschwierigkeiten. Dazu kommen Missstände im Bildungssystem, zu
große Klassen, problembelastete Jugendliche, der Druck durch die Öffentlichkeit
nach dem PISA-Schock oder nach der Diskussion um die Hauptschulen. Die Eltern
verlangen aufgrund der Aufklärung durch die Presse Rankingverfahren, mehr
Statistiken, Belege, Verwaltungsformulare und Gutachten. Außerdem verlangt die
Schule aus Imagegründen zunehmend nebenberufliches Engagement von den Lehrern.
Die eigentliche Aufgabe der Wissensvermittlung bekommt zu wenig Raum. Lehrpläne
ändern sich ständig, die Unterrichtsvorbereitung am Vortag nimmt dadurch einen
großen Raum ein. Ein weiteres Problem ist die fehlende psychologische
Ausbildung der Lehrer und Direktoren. Aus Konkurrenzdenken gibt es zudem die
Angst vorhandene Missstände zu benennen."
Es ist nicht immer einfach für die betroffenden
Lehrer damit zurechtzukommen. Fazit: Zusammenbruch, BurnOut. Dieser
Fachbegriff für die totale Erschöpfung, das innere Ausgebranntsein, fällt immer
häufiger in den Lehrerzimmern und bei Kollegentreffen. Was kann jedoch sinnvoll
gegen BurnOut Symptome unternommen werden? Die Fachmediziner
sollten die Erscheinungsbilder abklären.
Körperliche Symptome können sein:
- Erschöpfung mit Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit und Erholungsunfähigkeit
- Schlaflosigkeit, nächtliches Herzklopfen
- Nackenverspannungen mit ausstrahlenden Schmerzen in die Schultern und morgendlicher Pelzigkeit bis in die äußeren Finger
- Übersäuerung mit morgendlichen gichtartigen Gliederschmerzen in Ellbogen (evtl. sog. Tennisarm), Handgelenken, Knie oder Hüften, evt. mit beginnender Arthrose
- häufige Kreuzschmerzen infolge stehenden Berufes, manchmal mit Ischiasschmerzen ins Bein ausstrahlend
- nervöser Magen und Leber-Galle-Beschwerden mit häufigen Blähungen bei starker Fettunverträglichkeit und chronischer Verstopfung
- stressbedingte Abwehrschwäche mit Infektanfälligkeit, Lippen-Herpes, ständige Stirnkopfschmerzen infolge verschleppter
- Stirnhöhlenentzündung mit Verschleimung und Reizhusten
- chronische Stimmbänderentzündung mit Heiserkeit als Folge der Verschleimung
- Kreislaufbeschwerden mit Wetterfühligkeit, kalten Händen und Füßen
- Nebenwirkungen durch viele Antibiotikabehandlungen mit Immunschwäche (Zerstörung der Darmflora, die 70% des unspezifischen Abwehrsystem produziert), Darmkrämpfen, Durchfällen sowie langfristig Darmpilzerkrankung (Candida albicans)
- nervliche Überreiztheit mit innerer Unruhe
- Abschaltprobleme mit Einschlafstörungen
- depressive Verstimmungen mit Antriebslosigkeit
- Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit
- erhöhtes Harmoniebedürfnis
- schlechtes Gewissen mit Versagensängsten wegen Leistungsabfall
- zunehmende Störungen im privaten Bereich

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