Welche Arten von Kopfschmerzen gibt
es?
Dr. Mansmann: Wir unterscheiden zwischen Verspannungs-, Migräne-, Cluster-
und Stirnhöhlen-Kopfschmerzen.
Wie äußern sich die einzelnen Symptome und wer leidet hauptsächlich
daran?
Dr. Mansmann: Stirnhöhlen-Kopfschmerzen kann jeder bekommen, der
regelmäßig an einer Erkältung mit Schnupfen leidet. Besonders häufig treten sie
beim Wechsel von schlechtem zu gutem Wetter auf, also zum Beispiel bei Föhn in
Süddeutschland. Mehrfache Beschreibung der Patienten ist diese: "Endlich ist
der Regen vorbei und die Sonne scheint wieder - aber jetzt habe ich erneut
diese Stirnkopfschmerzen mit der Benommenheit." Es gibt einen andauernden Druck
in der Stirn, der meist beidseitig ist. Morgens äußern sich die Schmerzen oft
schlimmer, verbunden mit Benommenheit, Konzentrationsstörungen und manchmal
auch Kreislaufstörungen mit Schwindelattacken. Ohne einer entsprechenden
Behandlung über 10 bis 20 Tage können diese Kopfschmerzen über Monate
anhalten.
An Cluster-Kopfschmerzen leiden meistens Männer und Jugendliche. Sie treten
normalerweise ein- bis dreimal am Tag auf, über Wochen oder gar über mehrere
Monate hinweg. Die Betroffenen haben das Gefühl, dass ein Haken durch das Auge
geschoben wird und ein weiterer durch die Schläfe. Deshalb nennt man sie auch
"Selbstmord-Kopfschmerzen". Viele Neurologen glauben, dass der Schmerz aus
Fehlfunktionen der biologischen Uhr resultiert, da Cluster-Kopfschmerzen stets
zur selben Zeit auftreten.
Verspannungs-Kopfschmerzen zählen zu den sehr häufig auftretenden
Kopfschmerz-Arten. Unter Umständen erleiden Betroffene tägliche Attacken, die
über mehrere Wochen anhalten können. Die Schmerzrezeptoren im Hirnstamm stufen
unbedenkliche Reize wie Stress und Muskelverspannungen als Gründe ein,
Schmerzen zu verursachen. Die beste Vorsorge lautet: Treiben Sie zur
Entspannung Ausgleichssport. Trinken Sie mehr Wasser und meiden Sie Alkohol.
Denn dieser enthält Tyramin, eine Aminosäure, die die Blutgefäße weitet und
somit Kopfschmerzen erzeugt.
Der Migräne-Kopfschmerz zählt zu den "typischen" Frauen-Kopfschmerzen, aber
auch sechs Prozent aller Männer sind davon betroffen. Der Migräne-Kopfschmerz
fühlt sich an, als ob ein fleißiger Specht sich durch den Schädel hämmert. Die
Ursachen sind vielfältig. So können Fehlhaltungen der Wirbelsäule und
permanenter Stress Blockaden und Verkrampfungen hervorrufen, die als Auslöser
für nackenbedingte Kopfschmerzen in Frage kommen.
Zieht die Migräne - meist einseitig - vom Nacken hoch bis in die Schläfe mit
Lichtempfindlichkeit, dann handelt es sich um Blutgefäßverkrampfungen im
Gehirn. Die Ursache dieser Verkrampfungen liegt meist in einer versteckten
Stoffwechselerkrankung der Leber. Die betroffene Leberabteilung muss Stress
verarbeiten und ist außerdem für den Abbau von Hormonen zuständig. Wenn sie
starke Hormonschwankungen im weiblichen Zyklus bei Periode oder Eisprung zu
verdauen hat, entstehen wegen Überlastung dieser Abteilung die meisten Migräne-
Anfälle. Als weitere Migräne-Ursachen kommen Immunstörungen oder andere
Hormonstörungen in Frage.
Wie kann man dauerhafte Symptome eindeutig abklären?
Dr. Mansmann: Das Zusammenspiel von körperlichen und organischen Ursachen
gestaltet sich manchmal zum Dauerlauf vom Hausarzt zum Orthopäden oder
Physiotherapeuten über mehrere Jahre. Besonders kompliziert wird es bei
hormonbedingten Kopfschmerzen oder Lebererkrankungen. Dann kann man nur mit
gezielter Ursachediagnose zum Ziel kommen. So wurde zum Beispiel für die
Abklärung der Migräneursachen in der NaturaMed Vitalclinic in Bad Waldsee eine
stationäre oder ambulante Ursachendiagnose entwickelt. Mit elektronischen
Sensoren wird das "Temperaturmuster" der Haut gemessen. So finden sich
versteckte Entzündungsherde. Dabei vergleicht der Computer die Messwerte mit
"gesunden" Durchschnittswerten. In einer anschließenden Energiemessung
(AMSAT-HC) zeigen sich Blockaden oder Störfelder, die ebenfalls als
Migräneursache in Frage kommen. Weil in den klassischen Laboruntersuchungen
diese Krankheitsherde in der Regel nicht gemessen werden können, werden im
NaturaMed-Labor Spezialwerte (SET = Stoffwechsel-Effizienz-Test aus USA/Zypern)
in Blut, Speichel und Urin ermittelt, die Hinweise auf versteckte
Stoffwechselstörungen geben. Das Blutserum wird zudem in ein Speziallabor nach
Brüssel geschickt, wo im Rahmen von umfangreichen - in dieser Form in
Deutschland nicht möglichen - Blutuntersuchungen 52 verschiedene Eiweißwerte
ermittelt werden. Diese klären dann die verschiedenen Entzündungsformen,
Infektionen, Hormonstörungen oder Stoffwechselstörungen ab. Die Eiweiße im
Körper steuern viele Prozesse und können so direkte Hinweise auf versteckte
Krankheiten geben. Beim anschließenden Arztgespräch werden die ersten
Ergebnisse besprochen und eine Therapie
eingeleitet.
Was empfehlen Sie den Betroffenen?
Dr. Mansmann: Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch. Überprüfen Sie Ihre
Lebensweise und Ernährung. Lassen Sie sich Entspannungstechniken zeigen und
reduzieren Sie die Stressfaktoren. Sie sind nicht zwingend dem Schmerz
ausgeliefert, wenn Sie Ihr eigenes "Frühwarnsystem" aufstellen.
Wichtige Fakten und Adressen zum Kopfschmerz:
Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten
gesundheitlichen Beeinträchtigungen: Etwa 4-5 Prozent der deutschen Bevölkerung
leidet unter täglichen und ca. 70 Prozent unter anfallartigen oder immer
wiederkehrenden Kopfschmerzen.
Die vier gebräuchlichsten Wirkstoffe gegen Kopfschmerzen sind
Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen sowie Propyphenazon.
Es gibt über
220 verschiedene Arten von Kopfschmerzen.
Adressen:
http://www.dmkg.de/; Deutsche Migräne- und
Kopfschmerz-Gesellschaft
http://www.forum-schmer
z.de/kopfschmerzwoche.html
Kopf-Schmerz-Frei - Beratungswoche vom 10.-15.9.2007
http://www.stiftung-kopfschmerz.de -
Stiftung Kopfschmerz
A>
Haben Sie noch Fragen zum Thema chronische Kopfschmerzen?
Per
Mail beantwortet Dr. Mansmann Ihre Fragen: fragen@naturamed.de
Weitere Infos:
www.naturamed.de
Aufnahme in den Presseverteiler
unter:
http://www.naturamed.de/contenido_v4.6.4/cms/front_content.php?
idcat=267&changelang=3
Pressekontakt:
Claudia Burkhardt
Fon: +49 (30) 20 18 85 65
Fax: +49 (30) 20 18 85 75
Email: claudia.burkhardt@naturamed.de&
nbsp;


Österreich
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren




