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Die vier häufigsten Kopfschmerztypen im Überblick

Bad Waldsee, 11. September 2007: Der Kopf brummt, der Nacken schmerzt, Migräneattacken machen uns den Job und den Alltag zum Horrorszenario. Wie kann man die vielfältigen Schmerzsymptome einordnen? Wir haben beim Anti-Stress-Experten nachgefragt. Dr. med. Vinzenz Mansmann ist Spezialist für chronische Schmerzzustände und Chefarzt der NaturaMed Kliniken. Er definiert die vier häufigsten Schmerzarten.



Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?

 

Dr. Mansmann: Wir unterscheiden zwischen Verspannungs-, Migräne-, Cluster- und Stirnhöhlen-Kopfschmerzen.

Wie äußern sich die einzelnen Symptome und wer leidet hauptsächlich daran?

Dr. Mansmann:  Stirnhöhlen-Kopfschmerzen kann jeder bekommen, der regelmäßig an einer Erkältung mit Schnupfen leidet. Besonders häufig treten sie beim Wechsel von schlechtem zu gutem Wetter auf, also zum Beispiel bei Föhn in Süddeutschland. Mehrfache Beschreibung der Patienten ist diese: "Endlich ist der Regen vorbei und die Sonne scheint wieder - aber jetzt habe ich erneut diese Stirnkopfschmerzen mit der Benommenheit." Es gibt einen andauernden Druck in der Stirn, der meist beidseitig ist. Morgens äußern sich die Schmerzen oft schlimmer, verbunden mit Benommenheit, Konzentrationsstörungen und manchmal auch Kreislaufstörungen mit Schwindelattacken. Ohne einer entsprechenden Behandlung über 10 bis 20 Tage können diese Kopfschmerzen über Monate anhalten.

 

An Cluster-Kopfschmerzen leiden meistens Männer und Jugendliche. Sie treten normalerweise ein- bis dreimal am Tag auf, über Wochen oder gar über mehrere Monate hinweg. Die Betroffenen haben das Gefühl, dass ein Haken durch das Auge geschoben wird und ein weiterer durch die Schläfe. Deshalb nennt man sie auch "Selbstmord-Kopfschmerzen". Viele Neurologen glauben, dass der Schmerz aus Fehlfunktionen der biologischen Uhr resultiert, da Cluster-Kopfschmerzen stets zur selben Zeit auftreten.

Verspannungs-Kopfschmerzen zählen zu den sehr häufig auftretenden Kopfschmerz-Arten. Unter Umständen erleiden Betroffene tägliche Attacken, die über mehrere Wochen anhalten können. Die Schmerzrezeptoren im Hirnstamm stufen unbedenkliche Reize wie Stress und Muskelverspannungen als Gründe ein, Schmerzen zu verursachen. Die beste Vorsorge lautet: Treiben Sie zur Entspannung Ausgleichssport. Trinken Sie mehr Wasser und meiden Sie Alkohol. Denn dieser enthält Tyramin, eine Aminosäure, die die Blutgefäße weitet und somit Kopfschmerzen erzeugt.

 

Der Migräne-Kopfschmerz zählt zu den "typischen" Frauen-Kopfschmerzen, aber auch sechs Prozent aller Männer sind davon betroffen. Der Migräne-Kopfschmerz fühlt sich an, als ob ein fleißiger Specht sich durch den Schädel hämmert. Die Ursachen sind vielfältig. So können Fehlhaltungen der Wirbelsäule und permanenter Stress Blockaden und Verkrampfungen hervorrufen, die als Auslöser für nackenbedingte Kopfschmerzen in Frage kommen.

Zieht die Migräne - meist einseitig - vom Nacken hoch bis in die Schläfe mit Lichtempfindlichkeit, dann handelt es sich um Blutgefäßverkrampfungen im Gehirn. Die Ursache dieser Verkrampfungen liegt meist in einer versteckten Stoffwechselerkrankung der Leber. Die betroffene Leberabteilung muss Stress verarbeiten und ist außerdem für den Abbau von Hormonen zuständig. Wenn sie starke Hormonschwankungen im weiblichen Zyklus bei Periode oder Eisprung zu verdauen hat, entstehen wegen Überlastung dieser Abteilung die meisten Migräne- Anfälle. Als weitere Migräne-Ursachen kommen Immunstörungen oder andere Hormonstörungen in Frage.

 

Wie kann man dauerhafte Symptome eindeutig abklären?

 

Dr. Mansmann: Das Zusammenspiel von körperlichen und organischen Ursachen gestaltet sich manchmal zum Dauerlauf vom Hausarzt zum Orthopäden oder Physiotherapeuten über mehrere Jahre. Besonders kompliziert wird es bei hormonbedingten Kopfschmerzen oder Lebererkrankungen. Dann kann man nur mit gezielter Ursachediagnose zum Ziel kommen. So wurde zum Beispiel für die Abklärung der Migräneursachen in der NaturaMed Vitalclinic in Bad Waldsee eine stationäre oder ambulante Ursachendiagnose entwickelt. Mit elektronischen Sensoren wird das "Temperaturmuster" der Haut gemessen. So finden sich versteckte Entzündungsherde. Dabei vergleicht der Computer die Messwerte mit "gesunden" Durchschnittswerten. In einer anschließenden Energiemessung (AMSAT-HC) zeigen sich Blockaden oder Störfelder, die ebenfalls als Migräneursache in Frage kommen. Weil in den klassischen Laboruntersuchungen diese Krankheitsherde in der Regel nicht gemessen werden können, werden im NaturaMed-Labor Spezialwerte (SET = Stoffwechsel-Effizienz-Test aus USA/Zypern) in Blut, Speichel und Urin ermittelt, die Hinweise auf versteckte Stoffwechselstörungen geben. Das Blutserum wird zudem in ein Speziallabor nach Brüssel geschickt, wo im Rahmen von umfangreichen - in dieser Form in Deutschland nicht möglichen - Blutuntersuchungen 52 verschiedene Eiweißwerte ermittelt werden. Diese klären dann die verschiedenen Entzündungsformen, Infektionen, Hormonstörungen oder Stoffwechselstörungen ab. Die Eiweiße im Körper steuern viele Prozesse und können so direkte Hinweise auf versteckte Krankheiten geben. Beim anschließenden Arztgespräch werden die ersten Ergebnisse besprochen und eine Therapie eingeleitet.

Was empfehlen Sie den Betroffenen?

 

Dr. Mansmann: Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch. Überprüfen Sie Ihre Lebensweise und Ernährung. Lassen Sie sich Entspannungstechniken zeigen und reduzieren Sie die Stressfaktoren. Sie sind nicht zwingend dem Schmerz ausgeliefert, wenn Sie Ihr eigenes "Frühwarnsystem" aufstellen.


Wichtige Fakten und Adressen zum Kopfschmerz:

 

Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen: Etwa 4-5 Prozent der deutschen Bevölkerung leidet unter täglichen und ca. 70  Prozent unter anfallartigen oder immer wiederkehrenden Kopfschmerzen.

Die vier gebräuchlichsten Wirkstoffe gegen Kopfschmerzen sind Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen sowie Propyphenazon.
Es gibt über 220 verschiedene Arten von Kopfschmerzen.

 




Adressen:
http://www.dmkg.de/; Deutsche Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft

http://www.forum-schmer z.de/kopfschmerzwoche.html

Kopf-Schmerz-Frei - Beratungswoche vom 10.-15.9.2007

http://www.stiftung-kopfschmerz.de -

Stiftung Kopfschmerz



Haben Sie noch Fragen zum Thema chronische Kopfschmerzen?
Per Mail beantwortet Dr. Mansmann Ihre Fragen: fragen@naturamed.de

Weitere Infos:
www.naturamed.de

Aufnahme in den Presseverteiler unter:
http://www.naturamed.de/contenido_v4.6.4/cms/front_content.php? idcat=267&changelang=3

Pressekontakt:
Claudia Burkhardt
Fon: +49 (30) 20 18 85 65
Fax: +49 (30) 20 18 85 75
Email: claudia.burkhardt@naturamed.de& nbsp;


 
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