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"Neue Erkenntnisse aus Europa" - Eiweiße oder Kohlenhydrate -- wie bleibt unsere Figur am besten in Form?

Heidelberg/Berlin, 23. 09. 2008: Seit Jahren suchen Wissenschaftler nach der idealen Ernährungsweise, um vor Übergewicht zu schützen. Mal stehen die Kohlenhydrate, dann wieder Fette oder Eiweiße (Proteine) im Mittelpunkt der Diskussion. Dies gilt auch für das Ziel, eine Gewichtszunahme nach einer erfolgreichen Diät zu vermeiden. Denn viele Menschen können nach einer Diät ihr neues Gewicht nicht dauerhaft halten und bringen dann sogar mehr Pfunde auf die Waage als zuvor -- die Folge ist der gleichermaßen unbeliebte und ungesunde Jo-Jo-Effekt.




Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE) zeigt, scheinen Proteine bei der
Gewichtsreduzierung die besten Langzeiterfolge zu gewährleisten. Dr. Gunda Backes, Ernährungsexpertin bei PhytoDoc, erläutert hierzu: "Eine wissenschaftliche Studie an Familien aus acht europäischen Ländern könnte wesentlich dazu beitragen, die Zusammenhänge zwischen Makronährstoffen, Sättigung, Energieverbrauch und Gewichtszunahme zu klären. Denn erste Ergebnisse zeigen: Der Proteinanteil in der Nahrung scheint noch wichtiger zu sein als Kohlenhydrate mit einem niedrigen Glykämischen Index."


Fazit: Neben ausreichender Bewegung und einer insgesamt Energie angepassten Ernährungsweise scheint sich auch die Zusammensetzung der Nahrung auf unser Körpergewicht auszuwirken. Während bisher die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. den Hauptfokus auf eine kohlenhydratreiche Ernährung legen, deuten erste Studienergebnisse einer europäischen Studie darauf hin, dass ein hoher  Proteinanteil vor Übergewicht schützen kann bzw. eine (Wieder-) Zunahme von Gewicht nach einer erfolgreichen Diät verringern kann.


Weitere Informationen zu diesem Thema auch in Bezug auf die Studie, finden Sie unter: http://www.phytodoc.de/news/*


       
(Die Ernährungsexpertin: Dr. Gunda Backes veröffentlicht ihre
Expertentipps monatlich auf Phytodoc. Sie studierte
Ökotrophologie an der Universität Bonn und spezialisierte sich
am Institute of Food Research, Reading (UK) und Istituto di
Microbiologia agraria, Bari (I). Sie war unter anderem
Pressesprecherin des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung
Potsdam- Rehbrücke (DlfE) und arbeitet als Fachjournalistin und
Referentin in Berlin. www.nutricomm.de

 


 

Basiswissen


*Proteine*


*Proteine* oder *Eiweiße* sind aus Aminosäuren zusammengesetzt. Sie kommen als tierisches Eiweiß vor allem in Fleisch, Fisch, Milch und Milchprodukten vor. Gute Quellen für pflanzliches Eiweiß sind Tofu, Getreide, Kartoffeln und Hülsenfrüchte. Proteine verleihen der Zelle nicht nur Struktur, sondern sind die "molekularen Maschinen", die Stoffe
transportieren, chemische Reaktionen beschleunigen und bei der Infektionsabwehr eine Rolle spielen.


*Der Glykämische Index (GI)
*Der Glykämische Index oder GI ist ein Maß für die Blutzuckererhöhung. Sie wird durch kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel ausgelöst. Der GI gibt an, wieweit ein kohlenhydratreiches Lebensmittel den Blutzucker über den Normalwert anhebt. Dafür wurde der Blutzuckeranstieg durch Glucose gleich 100 gesetzt. Ein GI von 50 bedeutet, dass der Blutzuckeranstieg dieses Lebensmittels nur die Hälfte des Anstieges der Glucose ausmacht. Ein hoher GI hat eine hohe Insulinausschüttung zufolge und bremst die Fettverbrennung. Lebensmittel mit einem niedrigen GI, die den Blutzuckerspiegel nicht belasten, sind daher besonders empfehlenswert.


Infos zur Studie finden Sie unter: http://www.diogenes-eu.org/News/FILM.asp  

 

*Über PhytoDoc:*


Das Internetportal bietet gesundheitsbewussten Verbrauchern
wissenschaftlich gesicherte und umfassende Informationen rund um die Thematik Gesundheit, Prävention, Heilpflanzen und Naturheilverfahren. Die Themenbereiche richten sich an Patienten, Mediziner und Heilpraktiker. Die PhytoDoc-Informationen sollen den Verbraucher bei seinen Entscheidungen unterstützen, alternative Therapien und Präparate zu wählen, Krankheitssymptome ganzheitlich behandeln zu lassen und bewusst auf Gesundheitsvorsorge zu setzen.


www.phytodoc.de

 

 


| Autor: Jürgen Spaniol

Quelle: phytodoc.de


 
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