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Wo Oma (nicht) Recht hatte

istockphotoDas Gesundheitsportal phytodoc ging den Mythen rund um die alten Hausmittel nach
Knoblauch und Zwiebel auf eine Kette aufgezogen und über Nacht um den Hals gebunden.? Was wie ein potentes Hausmittel gegen Vampire klingt, ist laut der Internetseite „medvergleich“ hochwirksam gegen Schnupfen. Ferner möge man sich Olivenöl oder eine selbst hergestellte Majoranbutter in die Nase schmieren. Alles Quatsch? Nicht unbedingt.




Zwar hat die Verbreitung von zum Teil skurrilen „Gesundheitstipps“ durch das Internet schlagartig zugenommen und kann dabei zuweilen durchaus gemeingefährlich sein. Doch in den meisten Fällen gilt: Wenn´s hilft  - prima. Wenn nicht – kann es zumindest nicht schaden. Und nicht selten kann die moderne Medizin die positive Wirkung von Tipps aus Omas Hausapotheke sogar mit klinischen Studien belegen.

 

Vitamin C stärkt die Abwehr -  ein hartnäckiger Mythos
Sicher ist es gesund, viele Zitrusfrüchte zu essen. Doch niemand muss Berge von Kiwis und Grapefruits in sich hinein stopfen in dem Glauben, dadurch besser vor einem Infekt gefeit zu sein. Ganz abgesehen davon, dass die Deutschen ihr Lieblingsvitamin ohnehin im Übermaß zu sich nehmen – allein durch die Nahrung deutlich mehr als die Deutsche Ernährungsgesellschaft als Tagesration empfiehlt. Zusätzlich greifen viele Verbraucher zu Nahrungsergänzungsmitteln (NEM), insbesondere wenn die Nase läuft und der Hals kratzt. Das aber könnten sie sich sparen. Denn offenbar hilft Vitamin C weder vorbeugend noch gegen Erkältungserscheinungen. Das zumindest schließen der australische Mediziner Robert Douglas und sein finnischer Kollege Harri Hemilä aus ihrer aktuellen Analyse von 55 klinischen Studien aus den vergangenen 65 Jahren.

 

Die beiden Wissenschaftler fanden keinerlei Hinweis dafür, dass eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr das Erkältungsrisiko verringere (es sei denn, es besteht eine Unterversorgung, was aber in Deutschland höchst selten ist). Und auch mit dem positiven Effekt hinsichtlich des Krankheitsverlaufes ist wenig Staat zu machen: Der verringert sich durch fleißige Vitamin-C-Einnahme gerade mal um 8 Prozent bei Erwachsenen und 14 Prozent bei Kindern. Siehe hierzu auch den phytodoc-Beitrag über Erkältungs-Irrtümer.

 


Kamille bei Bindehautentzündung – besser nicht
Ein weit verbreitetes Hausrezept bei Bindehautentzündung ist, sich mit Kamillentee getränkte Wattebausche auf die Augen zu legen. Leider aber scheint das alte Hausmittel eher kontraproduktiv zu sein. Dazu der Schweizer Augenspezialist Dr. Dr. Gian-Carlo Daepp: „ Das Reinigen der Augen mit klarem Wasser ist bei einer Bindehautentzündung sinnvoll und meist sehr angenehm. Vom Auswaschen der Augen mit Kamillenwasser ist aber wegen der Gefahr einer Allergieentwicklung dringend abzuraten. Kamillentee ist für die Anwendung am Auge zu scharf und reizt das Auge zusätzlich.“

 

Ob man sich Öl ins Ohr giessen sollte und  Hühnersuppe wirklich bei allem hilft?
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.phytodoc.de/news/

 

Über PhytoDoc:
Das Internetportal bietet gesundheitsbewussten Verbrauchern wissenschaftlich gesicherte und umfassende Informationen rund um die Thematik Gesundheit, Prävention, Naturheilkunde und Heilpflanzen. Die Themenbereiche richten sich an Patienten, Mediziner und Heilpraktiker. Die PhytoDoc-Informationen sollen den Verbraucher bei seinen Entscheidungen unterstützen, alternative Therapien und Präparate zu wählen, Krankheitssymptome ganzheitlich behandeln zu lassen und bewusst auf Gesundheitsvorsorge zu setzen.

 

Kontakt zur PhytoDoc Ltd. über  info@phytodoc.de, Tel. 06221-8946695.


| Autor: Jürgen Spaniol

Quelle: PhytoDoc Ltd.


 
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