In den Psychologischen Beratungsstellen der Studentenwerke würden sich
verstärkt Studierende mit solchen Beschwerden melden, heißt es in dem Beitrag.
DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat spricht von einer "Besorgnis erregenden
Entwicklung". Er sagte: "Die Studierenden stehen unter immer stärkerem
Erwartungs-, Leistungs- und vor allem Zeitdruck. Die vielen laufenden
Hochschulreformen dürfen aber nicht dazu führen, dass ein Studium krank macht."
Dobischat appellierte an die Hochschulen, insbesondere die neuen Bachelor- und
Master-Studiengänge nicht zu überfrachten. Gemäß der jüngsten Sozialerhebung
des Deutschen Studentenwerks hat jeder siebte Studierende Beratungsbedarf zu
depressiven Verstimmungen sowie zu Arbeits- und Konzentrationsschwierigkeiten;
jeder siebte Studierende will sich zu Prüfungsängsten beraten
lassen.
"Der Berg wird immer größer, meine Angst vor den Prüfungen ist kaum noch
auszuhalten, und ich habe einfach keine Kraft mehr. Seit Wochen werden meine
Schlafstörungen immer schlimmer und ich bekomme Weinkrämpfe, die ich nicht
kontrollieren kann. Ich weiß nicht mehr weiter!" Diesen Hilferuf einer
Studentin zitieren die Autorinnen des DSW-Journal in ihrem Beitrag über die
zunehmenden Fälle von Burn-out bei Studierenden. Das Burn-out-Syndrom sei in
den Psychologischen Beratungsstellen der Studentenwerke "der Newcomer der
vergangenen Jahre", wird ein Studentenwerks-Psychologe zitiert.
Von den 58 Studentenwerken in Deutschland bieten 43 den Studierenden auch
psychologische Beratung an. Im Jahr 2005 wurden insgesamt 17.599 Studierende in
73.434 Einzelgesprächen und 3.181 Studierende in 6.865 Gruppengesprächen
psychologisch beraten. Die anonyme psychologische Beratung beim Studentenwerk
ist in der Regel kostenlos, die Anmeldung unkompliziert.
Das
neue DSW-Journal (32 Seiten) zum Download:
www.studentenwerke.de
Kontakt: Stefan Grob, Telefon: 030-29 77 27-20, Mobil: 0163 29 77
272,
E-Mail: stefan.grob@studentenwerke.de


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