Auf die erneut leicht gesunkene Zahl der Erstsemester angesprochen, erklärte
Zöllner: "Ich muss vernünftige Studienplätze schaffen, ich muss bei den
Hochschulen eine Situation schaffen, dass sie im Zweifelsfall gar keinen Grund
haben, einen Numerus clausus einzuführen." Überdies will Zöllner versuchen,
"den jungen Menschen die Ängste zu nehmen, dass sie wegen Kreditaufnahme am
Ende eines Studiums vor einem nicht mehr kalkulierbaren Schuldenberg stehen".
Beim BAföG, so Zöllner wörtlich, "müssen wir insgesamt etwas tun". Seiner
Meinung nach sollten die Länder dem Bund nachdrücklich ihre Bereitschaft
signalisieren, "hier mitzugehen".
Hochschulpolitisch hätten seine Kolleginnen und Kollegen in der
Kultusministerkonferenz nach der Föderalismusreform ein höheres Maß an
gesamtstaatlicher Verantwortung "im Sinne von Koordinierungsnotwendigkeit", so
Zöllner. Bei der Zulassung von Studierenden oder "Kompatibilität von
Abschlüssen" hält er eine Selbstbindung der 16 Bundesländer für notwendig. In
dem Interview verteidigt Zöllner seinen Vorschlag, eine Exzellenzinitiative für
die Lehre aufzulegen, und wirbt erneut für sein Modell eines Finanzausgleichs
für Studienplätze zwischen den Bundesländern.
Weitere Themen aus der jüngsten Ausgabe des
"DSW-Journals":
- "Ein Titel mit Folgen": Was es für die TU Karlsruhe bedeutet, Elite-Uni zu
sein
- Vom Rebell zum Gestalter: Klemens Himpele, ehemaliger Kämpfer gegen
Studiengebühren, glaubt auch als Bildungsforscher an ein gerechteres
Bildungssystem
- Lachen, weinen, toben, singen, buddeln, schlafen: Ein Tag bei den
Campus-Kindern des Studierendenwerks Hamburg
- Sozialverträgliche Studiengebühren? Das geht, sagt der Stifterverband für
die deutsche Wissenschaft; geht nicht, sagt Martin Timpe vom
DSW-Vorstand
Das neue DSW-Journal mit dem vollständigen Zöllner-Interview zum Download:
<www.studentenwerke.de>
Das "DSW-Journal" ist das Magazin des Deutschen Studentenwerks, des
Bundesverbands der 58 Studentenwerke in Deutschland. Er erscheint dreimal im
Jahr und behandelt bildungs- und hochschulpolitische Themen aus der Sicht der
Studentenwerke.
Kontakt: Stefan Grob: Telefon 030-29 77 27 20, Mobil 0163 29 77
272,
E-Mail: stefan.grob@studentenwerke.de

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