Insgesamt wurden 305 Projektvorschläge eingereicht, auf die sich die drei Förderlinien "Graduiertenschulen", "Exzellenzcluster" und "Zukunftskonzepte" verteilen. Um den Titel Eliteuni, also der Förderlinie "Zukunftskonzepte", haben sich 27 Hochschulen beworben, von denen acht die erste Hürde genommen haben.
Im Oktober soll dann die endgültige Entscheidung fallen, welche Hochschulen in der zweiten Auswahlrunde im Rahmen der so genannten Exzellenzinitiative als Elite-Unis gefördert werden. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) zeigte sich überzeugt, dass sich die besten Projekte in einem "fairen Wettbewerb" durchgesetzt hätten.
In der ersten Runde der Initiative waren im vergangenen Jahr nur drei Hochschulen als Elite-Universitäten ausgewählt worden, nämlich die Ludwig-Maximilians-Universität München, die TU München und die TU Karlsruhe. Für die Initiative stehen bis zum Jahr 2011 insgesamt 1,9 Milliarden Euro zur Verfügung. In der ersten Runde wurden Gelder in Höhe von 873 Millionen für die Spitzenforschung bewilligt.
Nach den Entscheidungen in der zweiten Auswahlphase ist bislang keine weitere Runde geplant. Allerdings gibt es schon zahlreiche Forderungen, das Programm auch über das Jahr 2011 hinaus fortzusetzen. DFG-Präsident Matthias Kleiner erklärte, ihm liege die Nachhaltigkeit der Initiative "sehr am Herzen". Es gebe aber "ermutigende Signale", dass das Programm verstetigt werden könne. Im Rahmen des Programms werden neben den Elite-Universitäten auch Graduiertenschulen für den wissenschaftlichen Nachwuchs und so genannte Exzellenzcluster gefördert, mit denen an den Universitäten "international sichtbare und konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen" etabliert werden sollen.Die Kommission des Wissenschaftsrates und der DFG wählte unter insgesamt 278 Vorschlägen nun 44 Graduiertenschulen sowie 40 Exzellenzcluster aus. Insgesamt sollen rund 40 Graduiertenschulen und rund 30 Cluster gefördert werden. Auch die Entscheidung darüber soll im Oktober fallen.
In der zweiten Auswahlrunde ist nach den Worten Schavans die "regionale und disziplinäre Verteilung" der Projekte "ausgewogener" als in der ersten Runde. Besonders das starke Abschneiden der geisteswissenschaftlichen Anträge sei erfreulich.Die erfolgreichen Kandidaten sollen nun ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen einreichen. Dann wird entschieden, wer endgültig in die Eliteförderung aufgenommen wird.
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/beruf/bildung/395 948

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