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Neue Studie der Initiative D21: Die Digitale Gesellschaft in Deutschland

Knapp 70 Prozent der Deutschen sind laut (N)ONLINER Atlas 2009 online, doch nur für eine Minderheit ist der tägliche Umgang mit dem Internet selbstverständlich. Eine große Mehrheit der Deutschen partizipiert nicht an den durch die digitalen Techniken eröffnenden Möglichkeiten. Diese Ergebnisse wurden am 18. März im Rahmen der Studie „Digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich“ der Initiative D21 in Berlin vorgestellt.




Für die Studie hat TNS Infratest deutschlandweit 1.014 Personen befragt. Die Nutzertypologie zeigt auf, dass mit 35 Prozent digitalen Außenseitern und 30 Prozent Gelegenheitsnutzern eine deutliche Mehrheit der deutschen Bevölkerung entweder gar nicht oder nur bedingt an einer digitalen Gesellschaft teilhat. Diese neue Digitale Spaltung zieht sich nicht mehr ausschließlich entlang einer Ausstattungsgrenze, sondern definiert sich im Hinblick auf Kompetenz, Wissen, Nutzungsvielfalt und -intensität sowie der Einstellung gegenüber den digitalen Medien.

 

Auf dieser Basis lässt sich durch die Typologie der Deutschen ein exaktes Bild der digitalisierten Gesellschaft in Deutschland wiedergeben. Sechs Gruppen konnten dabei identifiziert werden:

 

Die digitalen Außenseiter (35 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung)
Die digitalen Außenseiter sind die größte und gleichzeitig mit einem Durchschnittsalter von 62,4 Jahren die älteste Gruppe. Im Vergleich zu den anderen Typen haben sie das geringste digitale Potenzial, die geringste Computer- und Internetnutzung sowie die negativste Einstellung gegenüber digitalen Themen.

 

Die Gelegenheitsnutzer (30 Prozent)
Die Gelegenheitsnutzer sind durchschnittlich 41,9 Jahre alt. Sie nehmen im Vergleich zu den digitalen Außenseitern zumindest teilweise am Geschehen in der digitalen Gesellschaft teil. 98 Prozent besitzen einen PC oder ein Notebook, drei Viertel bereits eine Digitalkamera.

 

Die Berufsnutzer (Neun Prozent)
Durchschnittlich 42,2 Jahre alt, hat diese Gruppe den höchsten Anteil an Berufstätigen. Im Vergleich zu den Gelegenheitsnutzern haben die Berufsnutzer eine deutlich bessere digitale Infrastruktur an ihrem Arbeitsplatz und nutzen dementsprechend auch dort überdurchschnittlich das Internet. Hingegen ist die private Nutzung sogar leicht unter dem Niveau der Gelegenheitsnutzer.

Die Trendnutzer (Elf Prozent)
Diese Gruppe hat sowohl den höchsten Männer- (78 Prozent) als auch Schülerinnen- und Schüleranteil (13 Prozent). Das Durchschnittsalter der Trendnutzer ist mit 35,9 Jahren recht jung. Bei den Trendnutzern ist häufig die ganze Bandbreite an digitalen Geräten vorhanden.

 

Die digitalen Profis (12 Prozent)
Der durchschnittliche digitale Profi ist 36,1 Jahre alt, meist männlich und berufstätig. Dieser Typus verfügt sowohl Zuhause als auch im Büro über eine sehr gute digitale Infrastruktur. Seine Kompetenzen sind umfangreich, was sich insbesondere in ihren professionellen Fähigkeiten widerspiegelt.

 

Die Digitale Avantgarde (Drei Prozent)
Die jüngste Gruppe (Durchschnittsalter 30,5 Jahren) ist gleichzeitig mit drei Prozent auch die kleinste Gruppe. Die digitale Avantgarde hat dabei ein eher geringes Einkommen und lebt oft in einem Singlehaushalt. Ihre digitale Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen.

 

„Mit dieser Studie steht erstmals ein Instrument zur Verfügung, mit dem in den nächsten Jahren die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland genau gemessen werden kann. Besonders im Hinblick auf ihre eigenen Aktivitäten für die digitale Gesellschaft kann die Initiative D21 damit deutlich machen, dass das Warten auf Veränderungen alleine nicht zum Ziel führen wird. Nur mit auf einzelne Gruppen zugeschnittenen Maßnahmen lässt sich Deutschland besser auf die Herausforderungen der digitalen Welt im 21. Jahrhundert vorbereiten“, kommentiert Robert A. Wieland, Mitglied des D21-Gesamtvorstandes und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH die Ergebnisse zur digitalen Gesellschaft.

 

Die Studie wird unterstützt von TNS Infratest, Wolters Kluwer Deutschland und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

 

Quelle: Initiative D21

 

Hier können Sie die Studie als PDF-Dokument vollständig herunterladen: Die Digitale Gesellschaft in Deutschland - 6 Nutzertypen im Vergleich

 

Die Studie als e-paper: www.digitale-gesellschaft.info

 

Pressemitteilung der Initiative D21


 
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