Von diesem so genannten Cyber-Bullying war nach einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes im vergangenen Jahr jeder vierte Schüler betroffen. Im ersten Quartal dieses Jahres war es laut einer Umfrage der Uni Münster bereits jeder dritte. 55 Prozent der Befragten gaben zu, selbst mindestens einmal Täter gewesen zu sein.
Die Bullies stammen meist aus dem direkten oder weiteren Umfeld der Opfer. Auslöser des E-Mobbings sei häufig ein lang andauernder Konflikt, der nicht zur Sprache kommt oder nicht gelöst wird. „Angestaute Aggressionen entladen sich dann in Cyber-Mobbing-Attacken“, so der Info-Dienst. Lehrer sollten deshalb ein feines Gespür für Veränderungen des Klassenklimas haben und E-Mobbing im Unterricht thematisieren. Im Ernstfall seien Angriffe dem Portalbetreiber zu melden, damit dieser die Inhalte unverzüglich entfernt. Lassen die Bullies nicht locker, sollten die Angriffe als Beweismittel gesichert und die Polizei eingeschaltet werden.
Denn: Auch wenn Cyber-Mobbing in seiner Gesamtheit selbst keine Straftat sei, so seien es einzelne Formen durchaus. Infrage kommen die Paragrafen des Strafgesetzbuches für: Beleidigung, Verleumdung, üble Nachrede, Nötigung, Bedrohung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.
Erfolgreich lehren und lernen mit neuen Medien Fachverlag für Computerwissen 26.5.2010
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