Nur 18 Prozent sind der Umfrage im Auftrag des "Stern" zufolge der Meinung, dass das Volk etwas zu sagen hat. Und nur fünf Prozent der 1.001 Befragten vertraten die Meinung, dass man mit Wahlen "in starkem Maße" die Politik mitbestimmen könne.
48 Prozent glaubten, dass der Bürger mit Wahlentscheidungen "etwas" Einfluss ausüben kann. 47 Prozent hingegen waren der Überzeugung, dass sie die Politik durch Wahlen "gar nicht" mitbestimmen können. In Ostdeutschland meinen das sogar 56 Prozent der Befragten. Mit dem im Grundgesetz festgelegten politischen System sind der Umfrage zufolge 36 Prozent der Bürger unzufrieden, mit dem tatsächlichen Funktionieren des Systems sogar 61 Prozent. In Ostdeutschland ist sogar eine Mehrheit von 51 Prozent mit dem politischen System unzufrieden, und 79 Prozent sind es mit dessen Funktionieren.
Eine überwältigende Mehrheit von 80 Prozent tritt daher für die Einführung von Volksbegehren und Volksentscheiden auch auf Bundesebene ein. Nur 16 Prozent lehnen das ab, der Rest ist unentschlossen. Die Forderung nach direkter Demokratie wird von den Anhängern aller Parteien mit großer Mehrheit geteilt. Bei den SPD-Anhängern sind es 81 Prozent, bei denen der CDU/CSU 75 Prozent.
Quelle: RP-Online
http://www.rp-online.de:80/public/article/aktuelles/politik/deutsc hland/390655


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