"Eltern sollten keine voreilige Entscheidung treffen, sondern sich genau über die verschiedenen Institutionen und Angebote informieren", sagte der Sektenbeauftragte der CDU-Landtagsfraktion, Marc Ratajczak, der Nachrichtenagentur ddp in Düsseldorf. Die Scientology-Organisation versuche massiv in den Nachhilfemarkt einzusteigen, um so Kinder und ihre Eltern in ihrem Sinne zu beeinflussen.
"Nachhilfeschüler bekommen keinen fächerorientierten Unterricht, sondern eine Schulung, die sich ausschließlich an der Lerntheorie des Gründers der Psycho-Sekte, L. R. Hubbard, orientiert", sagte der CDU-Landtagsabgeordnete. Dabei stelle die Lerntechnologie nicht die eigentliche Gefahr da, sondern der persönliche Kontakt und daraus die Abhängigkeit, so Ratajczak.
Eindeutige Kennzeichen einer Verbindung von Nachhilfeinstituten zu Scientology sind laut Ratajczak Namen wie "Nachhilfe und Lerntechniken", "Zentrum für individuelles und effektives Lernen (ZIEL)", "Applied Scholastics" oder "Ziel Concept". Eltern, die sich nicht sicher seien, ob die Nachhilfeorganisation von Scientologen geleitet werde, könnten sich bei dem Verein Sekten-Info NRW in Essen näher informieren, sagte der CDU-Politiker.
Im Dezember 2007 hatte die Innenministerkonferenz beschlossen, ein Verbot der umstrittenen Organisation zu prüfen.
Quelle: RP-Online


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