Am stärksten gestiegen ist der Anteil der Empfänger von beitragsunabhängigen Transfers. Die Zahl der von den Jobcentern betreuten ALG-II-Beziehern etwa machte zuletzt mehr als 10 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung aus. Im Jahr 1980 hatte die so gemessene Arbeitslosen- und Sozialhilfequote noch bei
zusammen 1,4 Prozent gelegen.
Die steigende Belastung des Sozialstaats wird noch deutlicher, wenn man die Quoten für die Bevölkerung insgesamt berechnet, Rentner und Kinder also einbezieht: Der Anteil der Leistungsempfänger an allen Bürgern ist zwischen 1980 und 2006 um 15,7 Prozentpunkte auf 37,4 Prozent geklettert - der der Erwerbstätigen dagegen um 2,7 Punkte auf40,1 Prozent gefallen. Die Quoten der Leistungsträger und -empfänger liegen also in-zwischen fast auf gleicher Höhe.
Waltraut Peter: Die Entwicklung der Balance zwischen Erwerbstätigkeit und Sozialleistungsbezug in Deutschland, in: IW-Trends 1/2008, Teilergebnis des von der informedia-Stiftung - Gemeinnützige Stiftung für Gesellschaftswissenschaften und Publizistik Köln geförderten Forschungsprojekts "Soziale Umverteilung in Deutschland"
Originaltext: Institut der deutschen Wirtschaft Köln - IW Köln


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