Kaiser wörtlich vor 400 Lehrern: „Wenn Sie meine persönliche Meinung hören wollen, dann glaube ich, dass wir mit zwei Noten ganz gut klarkommen.“
Bisher hieß es, dass das Schulministerium erst nach zwei, drei Jahren neu über Zahl und Struktur der Kopfnoten entscheiden wolle. Mit dem neuen Schulgesetz der schwarz-gelben Landesregierung waren sechs Noten zum Arbeits- und Sozialverhalten eingeführt worden, die ab der Klasse vier bis zum Abitur vergeben werden sollen: Noten zu Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Sorgfalt, Selbständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Konfliktverhalten sowie Kooperationfähigkeit.
Dieses System war selbst bei Befürwortern von Kopfnoten auf scharfe Kritik gestoßen. Hauptvorwurf: Die Noten seien zu wenig transparent, die Kriterien so ausufernd, dass sie seriös für jeden Schüler nicht abzuarbeiten seien. Viele Schulen haben sich, wie berichtet, mit guten Einheitsnoten beholfen.
Ein Sprecher des Schulministeriums bestätigte gestern, dass für den Herbst eine Auswertungsrunde der gewonnenen Erfahrungen geplant sei – die Analyse sei allerdings ergebnisoffen.
Die FDP hatte bereits im Februar Änderungen gefordert. „Wir müssen möglichst schnell mehr Klarheit und Transparenz in die Notengebung bringen“, so die schulpolitische Sprecherin der Liberalen, Ingrid Piper von Heiden. Eine Umstellung schon zum neuen Schuljahr sei möglich.
Quelle: RP-Online


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