Es ist Augenwischerei zu behaupten, in der Unterstufe den Nachmittagsunterricht in der Schule reduziert zu haben, wenn dies nur bei Wegfall bisheriger Intensivierungsstunden zutrifft. Wenn die Schülerinnen und Schüler fünf Intensivierungsstunden frei auswählen "sollen", muss man davon ausgehen, dass die nicht ausgewählten Stunden den Schulen auch nicht zugewiesen werden, so wie es schon jetzt bei den freiwilligen Intensivierungsstunden in der 9. Klasse der Fall ist. Und verringerte Wiederholerzahlen beruhen nicht auf dem großen Erfolg der bisherigen G8-Konzeption, sondern auf geänderten Vorrückungsbestimmungen und einem immensen Einsatz der Eltern.
Den Frust der Eltern werden solche Maßnahmen nicht verringern. Erst wenn Entlastungen im Familienalltag spürbar werden - durch Hausaufgabenzeiten in der Schule, kleine Klassen und Raum und Zeit für sinnvolle Projekte statt Frontalunterricht und Auswendiglernen - kann man von nachhaltigem Lernen und Unabhängigkeit der Schüler von ihrem sozialen Hintergrund sprechen.
GyB Gymnasialeltern Bayern e. V.
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