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[NRW] Zentralabitur 2008 - Sommer ruiniert

Experten sind sich einig - nur die Schulministerin streitet es ab:  Die Mathematik-Klausur im Rahmen des Zentralabiturs 2008 in NRW war für viele Prüflinge nicht zu schaffen. Schüler verließen zum Teil unter Tränen die Prüfungsräume. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs.




In der Einschätzung der Abi-Klausuren auch in anderen Fächern, sind sich Elternverbände und  Landesschülervertretung sowie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft einig: sie waren unzumutbar, gingen über das Maß des gelehrten Stoffes hinaus und mussten von den Abiturienten unter einem enormen Zeitdruck  bewältigt werden.

 

Kritiker sehen sich bestätigt: Das Zentralabitur gehört abgeschafft. Es dient allein dem Ziel der Wirtschaft nach Gleichmacherei und Auslese. Gleiches gilt für zusätzliche Tests in den Schulen, die unsäglichen Verhaltensbewertungen durch Kopfnoten und den zunehmenden Druck, der Schülerinnen und Schüler krank macht. "Damit produziert die Wirtschaft  lebendige Roboter, die eine individuelle Entwicklung junger Menschen unmöglich macht", urteilt Funda Üner, bildungspolitische Sprecherin im Landesvorstand DIE LINKE. NRW.

 

"Schulen sollten die persönliche Entwicklung fördern, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen schaffen und junge Menschen dazu ermutigen, eigene Wege zu gehen und neue Gedanken zu denken, Visionen zu entwickeln und den Mut aufzubringen, auch dafür einzutreten", so Üner weiter.

 

"Wem also nutzt es, Schüler dermaßen unter Druck zu setzen? Sicher nicht den Schülern selbst! Einzig und allein die Vertreter der Wirtschaft sehen sich als Profiteure. Sie scheinen daraus einen Nutzen zu ziehen, dass Menschen angepasst werden, ihre Selbstständigkeit und ihr kritisches Denken verlieren, mutlos werden und sich so besser verwerten lassen. Ob das Kapital gebrochene Menschen braucht, die nicht mehr an sich glauben können? Bei Schafen ist eine leichtere Lenkbarkeit für den Hirten sicher von Vorteil. DIE LINKE und die sich in ihr organisierenden Menschen haben kein Interesse an der Lenkbarkeit von Menschen", stellt Funda Üner fest. "DIE LINKE. NRW lehnt jede Gleichmacherei von Schülern und deren Unterdrucksetzung als unmenschlich ab."



Die schulpolitische Sprecherin der LINKEN. NRW  fordert: "Die Bewertungsmaßstäbe bei den Klausuren zum Zentralabitur müssen dem Schwierigkeitsgrad und der zeitlich unrealistischen Vorgabe angepasst werden, damit die Abiturienten keine Nachteile erleiden. Die als zu schwierig angesehenen und zeitlich nicht zu bewältigenden Teilaufgaben müssen aus der Bewertung herausgenommen werden. Zusätzlich brauchen die Schüler einen Ausgleich für die durch den Druck entstandene Minderleistung bei den anderen Aufgaben durch Anhebung der Noten um je eine Note."



Kontakte:
Schulpolitische Sprecherin DIE LINKE. NRW: Funda Üner, Mobil: 1577-3480005
Pressesprecher DIE LINKE. NRW: Ralf Michalowsky, Mobil: 01577-3298765

 

Ralf Michalowsky
Grüner Weg 19
45966 Gladbeck
Tel. 02043-56706
Handy: 01577-3298765
FAX und AB: 01212-5-103-47-038 (kommt per Mail bei mir an)
Mail: ralf@michalowsky.de
www.dielinke-nrw.de


 
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