Begonnen wurde im Jahr 2002 mit 15 Modellschulen, später kamen weitere 38 sogenannte Korrespondenzschulen hinzu. Der Einsicht folgend, dass jede Schule am besten selbst feststellen kann, durch welche Maßnahmen Unterrichtsziele mit größtmöglichem Erfolg erreicht werden können, wurden den beteiligten Schulen organisatorische und finanzielle Handlungsspielräume eröffnet.
Die Schulen konnten eigene pädagogische Konzepte erproben, haben Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen in die Verantwortung genommen, durften eigenständig Stellen neu besetzen und frei über Geld verfügen. Alle am Projekt beteiligten Schulen formulierten strategische Ziele, leiteten konkrete Maßnahmen ab und unterwarfen sich einer Selbstkontrolle hinsichtlich des Erfolges. Als Ergebnis des Modellprojektes in Duisburg entstand eine bunte Landschaft selbstständiger Schulen. Die einen gründeten Schülerfirmen, die anderen riefen Laptop-Klassen ins Leben. Intensive Kooperationen, sowohl untereinander als auch mit Wirtschaft oder Hochschule, wurden selbstverständliche Bestandteile des Schulalltags.
Auch wenn mehr Freiheit für die Beteiligten sicherlich mehr Arbeit bedeutete, haben Schüler und Lehrer erfahren, dass mehr Eigenständigkeit ein erheblich höheres Maß an Zufriedenheit bringen kann. Am 7. Mai 2008 fand hierzu eine Tagung statt, in der vor Vertretern aller Duisburger Schulen Bilanz gezogen wurde: Alle waren mehr als zufrieden und kamen zu dem Ergebnis, dass das Modell jetzt in Duisburg die Regel werden sollte. Alle Schulen, die nicht an dem Modellprojekt beteiligt waren, sind aufgerufen, die gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Weg zur „eigenverantwortlichen Schule“ zu übernehmen. Nach den Plänen des nordrhein-westfälischen Schulministeriums sollen alle Schulen bis 2011 eigenverantwortlich werden.
Josip Sosic, Tel: 0203/283-3937
Quelle: http://www.presse-service.de


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