„Motoren, die ständig Volllast gefahren oder immer wieder überdreht werden, geraten schneller ins Stottern und verschleißen vorzeitig“, warnt VBE-Chef Rudolf Karg (Karlsruhe). Wenn Lehrer immer wieder zusätzlich für kranke Kollegen einspringen müssen, werden diese Pädagogen auf Dauer zu stark belastet und dadurch für die Schulen ungute Prozesse in Gang gesetzt.
Trotzdem wendet sich der VBE in aller Deutlichkeit gegen jegliche Tendenz zur „Entprofessionalisierung“ des Lehrerberufs. Ehrenamtliche, Jugendbegleiter, außerschulische Experten sowie Lehrbeauftragte und Pädagogische Assistenten können durchaus wertvolle Ergänzungen im Schulalltag sein, mit ihnen lasse sich jedoch nicht verlässlich professionell Schule machen.
Pädagogische „Schnellbleichen“, um Nichtlehrer für einen dauerhaften Unterrichtseinsatz tauglich zu machen, lehnt der VBE grundsätzlich ab - auch im Interesse der Schüler.
Absichtserklärungen anderer Bundesländer, Personen ohne pädagogische Vorbildung zur Abhilfe des Mangels einstellen zu wollen, sind Zeichen völliger Hilflosigkeit. Dies sei der absolut falsche Weg, stellt der VBE-Vorsitzende fest. Karg wörtlich: „Es ist nicht hinnehmbar, wenn haushaltspolitische statt pädagogische Maßstäbe an die Profession der Lehrkräfte angelegt werden.“
Um Schulen in ihrer Entwicklung weiter voranzubringen, benötige man solide wissenschaftlich ausgebildete, kompetente und methodisch-didaktisch versierte Pädagogen in ausreichender Zahl für alle Fächer und Schularten.
Zurückgehende Schülerzahlen könnten mit dazu beitragen, eine sichere Lehrerreserve gegen Unterrichtsausfälle aufzubauen, sagt Karg insbesondere an die Adresse des Finanzministers und zu Steffen Bilger von der Jungen Union.
19.01.2010
Verband Bildung und Erziehung (VBE) - Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle Stuttgart, Panoramastraße 31, 70174 Stuttgart, Tel. 0711/2293146
Pressesprecher: Michael Gomolzig - Telefon 07181/82179 dienstlich: 07151/750310


Österreich
Stuttgart. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg versteht den zunehmenden Unmut der Eltern über den zu großen Unterrichtsausfall an den Schulen und kritisiert, dass wegen der aus finanziellen Gründen zu knapp bemessenen „Lehrerfeuerwehr“ für Krankheitsstellvertretungen immer mehr Pädagogen zu zusätzlichen Unterrichtsstunden herangezogen werden und bisweilen sogar zwei Klassen gleichzeitig betreuen müssen, was eindeutig auch zu Lasten der Schüler geht.
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren







