"Noch vor den Wahlen haben CDU und FDP im Januar schriftlich versichert, dass die Zusage eingehalten werde", so der Wolfsburger Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Gerald Kulms.
Die Direktorenvereinigung bezeichnete das Vorgehen als rechtlich nicht haltbar. Die Verbände fordern eine Rücknahme der Pläne. Lehrer unter 50 waren seit 1998 zu ein bis zwei Stunden Mehrarbeit verpflichtet worden. Sie sollte vom Schuljahr 2008/2009 an ausgeglichen werden. Dies soll nun erst unmittelbar vor dem Ruhestand geschehen.
"Ziel ist das Sichern der Unterrichtsversorgung"
Ministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) betonte, Ziel sei das Sichern der Unterrichtsversorgung. Bei besonderen persönlichen Gründen könne der Ausgleich früher erfolgen. Zur Alternative, die Lehrerarbeitszeit zu erhöhen, habe das Land nicht greifen wollen.
Zwar schiebt das Land den Ausgleich für die 1998 vereinbarte Mehrarbeit auf. Da die Vereinbarung über zusätzlich zu leistende Stunden vom Sommer an schrittweise ausläuft, unterrichten laut Ministerium viele Lehrer aber bereits vom Schuljahr 2008/2009 an wieder die alte Regelstundenzahl – also ein oder zwei Wochenstunden weniger.


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