Die Schwüler sassen plötzlich im Chefsessel einer Bank und mussten Unternehmergeist entwickeln. SCHUL/BANKER ist ein Projekt, das Brücken baut zwischen Theorie und Praxis, zwischen Schule und Wirtschaft, würdigte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschäftsführender Vorstand des Bankenverbandes, den grossen Einsatz der Teilnehmer. Deren Aufgabe war es, eine virtuelle Bank zu führen. Hartmut Schauerte, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und Beauftragter der Bundesregierung für den Mittelstand, betonte das grosse Interesse vieler junger Leute an unternehmerischem Denken und Handeln.
Einer Umfrage zufolge können sich rund sieben von zehn Jugendlichen vorstellen, sich beruflich selbstständig zu machen. Diese positive Stimmung will das Bundeswirtschaftsministerium nutzen und Projekte wie SCHUL/BANKER fördern und begleiten, so Schauerte.
Um Jugendlichen genügend Wirtschafts- und Finanzwissen zu vermitteln, plädierte Weber daher für ein eigenes Schulfach Wirtschaft, und zwar von der Grundschule bis zum Schulabschluss: Es ist entschieden zu wenig, Wirtschaft nur in anderen Fächern wie Politik oder Gemeinschaftskunde mitzubehandeln. Die erforderlichen Wirtschaftskenntnisse könne man nicht nebenbei erlernen. Wer eine neue Kultur der Selbstständigkeit will, muss damit in den Schulen anfangen, betonte auch Schauerte.
Der Bankenverband hat das Bankenplanspiel SCHUL/BANKER vor zehn Jahren gestartet. Es zählt zu den grossen Wirtschaftswettbewerben an deutschen Schulen und ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements der privaten Banken. Seit 1998 haben mehr als 40.000 Schwüler aus ganz Deutschland daran teilgenommen. Die nächste Runde des Wettbewerbs beginnt im Herbst 2008.
Nähere Informationen sind unterhttp://www.schulbanker.de abrufbar. Fotomaterial erhalten Sie beim Bundesverband deutscher Banken (Renate Rother, Tel. 030/1663-1203 oder pressestelle@bdb.de).
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