Von einer Altlast der SPD sprechen die Koalitionspolitiker, um der neuen Kultusministerin Rückendeckung zu geben. Tatsächlich stammt der Beschluss, steigende Schülerzahlen mit zeitweiser Mehrarbeit statt teurer Neueinstellungen abzufangen, aus SPD-Regierungszeiten.
Seit 2003 aber regiert eine CDU/FDP-Koalition. Sie wollte die Sache offenbar aussitzen. Neu-Ministerin Heister- Neumann sah sich nach ihrer Amtsübernahme im Februar wohl vor einer Wahl zwischen Pest und Cholera: dem Bruch einer alten Zusage oder massiven Problemen bei der Unterrichtsversorgung.
Für die Versäumnisse der Politik können aber nicht die Lehrer in Haftung genommen werden, die sich auf Zusagen verlassen haben. Und moralische Appelle, wie sie jetzt die Landesregierung an die Lehrer richtet, kann nur abgeben, wer vorher den Dialog gesucht hat.
Nun ist das Vertrauen erst einmal verspielt – fatal für alle.
Quelle: newsclick


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