„Es genügt eine einfache Feststel-lung, um diese Grundsatzforderung zu begründen: Beförderung ist die Leistungsbesoldung der Beamten.“ Wenzel bezeichnete die bevorstehende Reform des Dienstrechts in Bayern als „einmalige Chance, die Leistungen der Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte anzuerkennen und zu belohnen.“ Verantwortung und Kompetenzen in einer modernen Schule sind unteilbar. „Ziel muss die leistungsfähige Schule mit motivierten Lehrerinnen und Lehrern sein.“
Dem Kabinett werden heute die Eckpunkte für eine Neuordnung des Dienstrechts für Beamte vorgelegt. Nötig macht sie die Föderalismusreform aus dem Jahr 2006. Danach liegen Laufbahn-, Besoldungs- und Versorgungsrecht in der alleinigen Entscheidungskompetenz des Bayerischen Landtags. Weil rund 50% der bayerischen Beamten Lehrer sind, entscheiden sie damit auch, welche Akzeptanz die öffentliche Schule bei der Bevölkerung, den Eltern und Lehrern haben wird. „Fest steht, dass die unmittelbar bevorstehende Pensionierungswelle zu massiven Engpässen in der Lehrerversorgung führen wird. Schon jetzt zeichnet sich ein dramatischer Lehrermangel in der Hauptschule und in den naturwis-senschaftlichen Fächern an Realschule und Gymnasium ab“, betonte der BLLV-Präsident.
„Es ist dringend erforderlich, den Lehrerberuf attraktiv zu machen und gleichzeitig eine erhöhte Flexibilität im Personaleinsatz zu ermöglichen. Basis muss ein modernes Laufbahn- und Besoldungsrecht sein, das Lehrer/innen motiviert und ihrer gewachsenen Bedeutung gerecht wird. Die Dienstrechtsreform kann so ein wichtiges Instrument moderner Bildungspolitik sein.“
Der Eckpunkt 1 „Beförderungsmöglichkeiten verbessern“ steht für Wenzel auch in der Priorität an erster Stelle: „Bayern hat endlich die Möglichkeit die Leistung seiner Grund-, Haupt- und Realschullehrkräfte mit Beförderungsmöglichkeiten zu honorieren.“ Die Beförderungssituation in diesem Bereich sei stark verbesserungsfähig - hier müssen umgehend die jahrzehntelangen Versprechungen umgesetzt werden. „Diese Leistungshonorierung kann nicht bis 2011 warten, son-dern muss im nächsten Doppelhaushalt ab 2009 verankert werden“, verlangte der BLLV-Präsident.
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