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Schutz gegen Cyberbullying mit teachtoday.eu

In der heutigen Zeit sind viele Lehrer der technischen Finesse ihrer Schüler nicht mehr gewachsen. Diesen Vorsprung machen sich immer mehr Schüler zunutze und gehen per Handy und Internet auf die Jagd nach ihrem „Pauker“. So findet so manches Porno- oder Comicvideo, mit dem Pädagogen in der Hauptrolle, seinen Weg in diverse Online-Plattformen.




Andere bombardieren ihre Lehrer mit SMS von getürkten Absendern oder legen fiktive Profile in Singlebörsen an. Jüngst sorgte eine Webpräsenz für Aufsehen, mit deren Hilfe die Schüler ihre Lehrer benoten. Derartige Attacken werden unter dem Begriff des „Cyberbullying“ zusammengefasst. Eine neue Internetseite hat es sich nun zum Ziel gesetzt, geplagte Pädagogen für die Herausforderungen des digitalen Zeitalters fit zu machen.

 

„Lehrer brauchen Informationen“, bestätigt Richard Galvin, Leiter der Europäischen Schule in Brüssel. Fortan soll diese Aufgabe die Website „teachtoday.eu“ übernehmen. Das Projekt wurde vom Europäischen Schulnetz (EUN) in Zusammenarbeit mit 14 führenden Internet- und Handyunternehmen ins Leben gerufen. So bietet die Seite unter anderem ein Wörterbuch mit Online-Begriffen. Damit sollen jedoch nicht nur Erwachsene aufgeklärt werden. „Wir wollen den Lehrern helfen, ihren Schülern den verantwortlichen Umgang mit dem Internet oder Handy beizubringen“, erklärt Janice Richardson von EUN die Idee. „Kinder wissen nicht, dass sie weniger Kontrolle haben über Informationen, die sie online austauschen“, warnt EU-Medienkommissarin Viviane Reding. Aus diesem Grund bietet „teachtoday.eu“ auch Tipps zum Datenschutz.

 

Die Homepage-Macher bieten sogar fertige Unterrichtseinheiten an. Ziel der Lehrstunde: „Kinder lernen Strategien kennen, wie sie sich vor unangenehmen Situationen schützen können.“ Denn nicht nur Lehrer werden Opfer von „Cyberbullying“, Kinder sind ebenfalls häufig betroffen.

 

 

Neun von zehn Schülern im Alter von 12 bis 14 Jahren haben laut Angaben der EU-Kommission ein Handy, zwei Drittel aller Schulen sind an High-Speed-Internet angebunden und 74 Prozent der Lehrer nutzen das Internet im Unterricht. „Schikane mit neuen Technologien kann viel effizienter sein“, weist Reding auf die Schattenseite der technischen Entwicklung hin.

 

 

Fortan aber soll im Zusammenhang mit Handys und Internet nicht mehr von Belästigung, Beleidigung oder gar Bedrohung die Rede sein. „Wir sollten nicht zulassen, dass kleine Probleme große Vorteile zunichtemachen“, appelliert die oberste EU-Medienpolitikerin an Schüler, Lehrer, Eltern und Industrie. Mit „teachtoday.eu“ will Europa nun auch diese kleinen Probleme aus dem Weg räumen.

 

 

 


 
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