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Zukunft der Hauptschule

Viele Unternehmen setzen wieder auf die Hauptschüler. Bayerns
Kultusminister Siegfried Schneider und Nordrhein-Westfalens
Schulministerin Barbara Sommer diskutieren Zukunft der Hauptschule - DÜSSELDORF/MÜNCHEN. Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer und der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider setzen ihren intensiven Gedankenaustausch fort. Schwerpunktthema beim Treffen der  beiden Minister heute war die Zukunft der Hauptschule.




"Es kommt darauf  an, die Schulen stark zu machen und die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer  wichtigen Aufgabe, die Kinder und Jugendlichen optimal zu fördern, zu  unterstützen", betonten beide Minister im Anschluss an den Besuch einer  Hauptschule in Erkrath.

 

Mit der entschlossenen Umwandlung von Hauptschulen in Ganztagsschulen hat  die nordrhein-westfälische Landesregierung unmittelbar zu Beginn der  Legislaturperiode eine wichtige Grundlage geschaffen. Inzwischen haben 134  Hauptschulen einen erweiterten Ganztagsbetrieb - und der Ausbau kann auf  bis zu 250 fortgeführt werden. Zusammen mit den bereits zuvor bestehenden  Ganztagshauptschulen dürfte damit bald nahezu jede zweite Hauptschule in  Nordrhein-Westfalen eine Ganztagsschule sein.

 

"Ganztagsschulen ermöglichen eine schülerorientierte, moderne Form eines  ganzheitlichen Lernens", betonte Ministerin Sommer. "Sie geben Spielraum  für fächerübergreifendes, projektorientiertes Lernen, das an praktische  Alltagserfahrungen anknüpft und eröffnen die Chance zu einer Kooperation  mit außerschulischen Partnern. Durch die Einbeziehung anderer  Berufsgruppen in den schulischen Ganztags-Alltag wird die Schule mehr als  ein Ort des Unterrichts. Davon profitieren insbesondere Jugendliche, deren  Eltern ihnen aufgrund ihrer sozialen Lage nicht immer die Förderung bieten  können, die sie sich für ihre Kinder wünschen." Kultusminister Siegfried Schneider: "Ich möchte, dass alle Schülerinnen  und Schüler die Hauptschule mit der Ausbildungsreife verlassen und mehr  von ihnen als bisher den Mittleren Bildungsabschluss erreichen."

 

Die von  ihm initiierte Hauptschulinitiative in Bayern umfasst unter anderem mehr  gebundene Ganztagsklassen, mehr Praxisbezug, eine stärkere Profilbildung  und die Vermittlung von Inhalten in den Kernfächern in überschaubaren  Modulen. Damit gebe es an etwa jeder dritten Hauptschule in Bayern  gebundene Ganztagsklassen. "So stellen wir sicher, dass die Kinder  intensiver gefördert werden können", so Minister Schneider. Zugleich  können die Eltern die Erwerbsarbeit und die Familie besser vereinbaren.

 

Minister Schneider betonte aber: "Ich werde an der Wahlfreiheit der Eltern  festhalten, ob ihre Kinder eine Ganztagsklasse besuchen oder nicht." Beide Minister stellten bei dem Besuch erfreut fest: "Angesichts des sich  abzeichnenden Facharbeitermangels in Deutschland setzen viele Unternehmen  wieder vermehrt auf Hauptschüler." Einig waren sich Sommer und Schneider  allerdings auch darin, dass die Hauptschule nicht ausschließlich auf eine  berufliche Ausbildung vorbereiten sollte, sondern leistungsstärkeren  Schülerinnen und Schülern auch die Möglichkeit eröffnen muss, höhere  Schulabschlüsse zu erreichen - unter anderem durch die Bildungsangebote in  den Berufskollegs.

 

 

Quelle: Bayerisches Kultusministerium

http://www.km.bayern.de/km

 


 
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