Mit dem unseligen Aussortieren vermeintlich „behinderter“ Schülerinnen und Schüler muss aber endlich Schluss sein. In den allermeisten Fällen ist der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Handicaps Gewinn bringend für alle Beteiligten. International ist das gemeinsame Lernen längst die Normalität. Wir hinken dem weltweiten Standard auch in dieser Frage hinterher.
Die aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung belegt außerdem erneut, dass die überwiegende Mehrheit der Eltern ein Ganztagsschul-Angebot für ihre Kinder will. Sie haben erkannt, dass Ganztagsschulen, an denen alle Kinder und Jugendlichen gemeinsam unterrichtet werden, der richtige Weg zur bestmögliche Bildung für alle sind. Diese Schulen müssen gute individuelle Förderung bieten und mit Schulsozialarbeitern ausgestattet sein.
Die Bundesregierung muss aufhören, uns mit Familien- und Bildungslotsen zu beglücken und stattdessen Mittel für eine verlässliche und flächendeckende Versorgung der Schulen mit Schulsozialarbeitern bereitstellen. Die Länder sollten sich ein Beispiel an Bremen und Rheinland-Pfalz nehmen und ihre Schulen erkennbar so umgestalten, dass behinderte und nicht-behinderte Kinder von Anfang an gemeinsam lernen können. Die Eltern befürworten die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention - und zwar parteiübergreifend. Die Bildungspolitiker von Union und FDP scheinen hier noch erheblichen Nachholbedarf zu haben.
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Berlin - Veröffentlicht von pressrelations


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