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Mehr Hassmaterial im Internet

Einen deutlichen Anstieg rechtsextremer Webinhalte belegt der aktuelle Bericht der zentralen Kontrollstelle für den "Jugendschutz im Internet" (jugendschutz.net). Zudem berichtet die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) von Gutenachtgeschichten für Kinder mit zu rassistischer Gewalt anstachelnden Liedtexten, die im Internet verbreitet würden.




Durch Internetforen, Communitys und Downloadplattformen erreichen sie eine potenziell riesige Nutzerschar.

 

Bei der Präsentation des aktuellen Berichts der zentralen Kontrollstelle für den Jugendschutz im Internet forderte Stefan Glaser, Leiter des Bereichs Rechtsextremismus von jugendschutz.net, ein gemeinsames Vorgehen von Behörden, Internetdiensten und Communities, um solchen Hasstiraden den Boden zu entziehen. Jugendschutz.net recherchiert seit 1998 in der Szene, entzieht unzulässigen Angeboten die Plattform und erarbeitet medienpädagogische Handreichungen, um Hass-Propaganda zu entlarven und Zivilcourage im Netz zu fördern.

Neonazis vernetzten sich im Internet immer stärker über eigene Communitys, um rechtsextremes Gedankengut auszutauschen und rassistische Aktionen vorzubereiten. Über 90 neonazistische Netzwerke dokumentierte jugendschutz.net im Jahr 2009. Damit habe sich deren Zahl innerhalb eines Jahres fast verdreifacht. Auch die Anzahl der NPD-Angebote sei um knapp 30 Prozent von 190 auf 242 gestiegen.

Wie sich die Propaganda von Neonazis erkennen lässt und was Einzelne dagegen tun können, zeigt der Video-Clip "Wir sind online. Damit Neonazis offline gehen" bei YouTube, der gemeinsam von jugendschutz.net und der Online-Beratung gegen Rechtsextremismus entwickele wurde. Der Clip weist auch auf die Hotline von jugendschutz.net hin, wo problematische Internetinhalte – auch anonym – gemeldet werden können.

Ergänzend startete jugendschutz.net die neue Website hass-im-netz.info. Das Angebot präsentiert aktuelle Erkenntnisse, geeignete Gegenstrategien sowie Konzepte für Schule und außerschulische Praxis. Auch Tipps, wie Betreiber rechtsextreme Propaganda auf ihren Plattformen erkennen können, sind dort zu finden.

 

Quelle: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft


 
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