Wettbewerb dürfe auch im Bildungsbereich kein kontaminiertes Wort sein. Die Schulen müssen Kompetenzen vermitteln, sagte Gerhardt, sie müsse das Lernen lehren und zu den elementaren Fähigkeiten des menschlichen Umgangs erziehen. Deshalb sei es auch absurd, "die Kopfnoten in Zeugnissen zu beseitigen. Sie sind Haltungsnoten und gehören zu Bildung und Erziehung."
Aber auch das Elternhaus habe eine große Verantwortung, von Anfang an, ein Mindestmaß an Zivilisiertheit sei das mindeste, was man von ihm verlangen müsse. Frühkindliche Bildung sei die Herausforderung der Zeit, die Schule komme zu oft zu spät: "Wer den obersten Knopf amHemd verkehrt einknöpft, der kommt auch danach nicht klar."
Die Länder, so Gerhardt weiter, "sind nicht stark, sondern schwach", wenn sie auf einem Kooperationsverbotes mit dem Bund besteht. "Wer Verantwortung hat, der sollte sie auch zügiger, erkennbarer und erfolgreicher wahrnehmen, als nur über verfassungsrechtliche Zuständigkeiten zu reden." Die Bundeskompetenzbefürworter sollten sich im Übrigen fragen, ob der Bund denn wirklich besser sei.
Die Veranstaltung "Exzellenz durch Konkurrenz" wurde von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Rudolf von
Bennigsen-Stiftung organisiert.
Pressekontakt:
Dr. Lars-André Richter
Pressereferent
Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
Karl-Marx-Straße 2
14482 Potsdam
Tel.: 0331.7019-140
Fax: 0331.7018-286


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