„Mangelnde Leseleistungen setzen sich in der gesamten Schul- und Berufskarriere fort. Unser Förderprogramm, das Thüringer FLOH Lesefitness-Training, startet deshalb bereits in der zweiten Hälfte der ersten Grundschulklasse und widmet dem Leseverständnis größte Beachtung“, erläutert Günther Brinek, Vorsitzender der Stiftung LERNEN.
Durch eine duale Systematik wird nicht nur die Leseleistung in üblicher Form vermittelt und in regelmäßigen Abständen geprüft, sondern ergänzend auch das so elementar wichtige Leseverständnis. Gelesen ist längst nicht verstanden. Diese Erfahrung machen auch viele Pädagogen, die die Ergebnisse der sieben Mal pro Schuljahr im Rahmen des FLOH Lesefitness-Trainings durchgeführten Lesetempound Leseverständnis-Checks als wertvolle Diagnosehilfe für die einzelnen Schüler nutzen.
Das von Pädagogen entwickelte Leseförderprogramm wird unter Anleitung des Lehrers im Unterricht durchgeführt. Der kindgerecht spielerische Charakter der Tests sorgt für größte Akzeptanz bei den Schülerinnen und Schülern. Die nach wie vor gültige Erkenntnis, dass sich Lesen nur durch Lesen lernen lässt, wird für die Grundschulkinder durch die gut verständliche Analogie zum Sport vermittelt: nur durch regelmäßiges Training lässt sich die Leistung steigern. Auch deshalb wird das Elternhaus in das Thüringer FLOH Lesefitness-Training aktiv einbezogen.
Im laufenden Schuljahr wird das erfolgreiche und von Pädagogen geschätzte Leseförderprogramm bereits zum sechsten Mal in Folge durchgeführt. Bislang haben über 1 Million Grundschulkinder in Deutschland daran teilgenommen. In Thüringen sind in diesem Schuljahr 40 % der Jahrgangsstufen 1 bis 4 bei dieser besonderen Aktion dabei. Sie profitieren damit von dem einmaligen Angebot in
diesem Schuljahr, dass alle 1. bis 4. Klassen in Thüringen das umfangreiche Material über einen Zeitraum von drei Monaten kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen konnten“, freut sich der tlv Landesvorsitzende Rolf Busch über die rege Beteiligung und sieht darin eine wichtige Ursache für die im EU-Bericht festgestellte Verbesserung der Leseleistungen in Deutschland.
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Erfurt/München, den 18.02.2008


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