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VBE: “Rote Karte“ bei Unterrichtsstörungen zeigen - Erziehung in der Schule kostet deutlich immer mehr Zeit

Stuttgart. - Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg fordert alle Pädagogen auf, künftig noch deutlicher Position zu beziehen, störenden Schülern klar Grenzen zu setzen und ihnen schneller die „rote Karte“ zu zeigen, damit lernwillige Kinder und Jugendliche bessere Unterrichtsbedin­gungen und dadurch auch mehr Erfolg in der Schule haben.




Reformen laufen ins Leere, wenn es der Schule nicht besser gelingt, erzogenen und lernbereiten Schülern eine störungsfreie Arbeitsatmosphäre zu garantieren - etwa mit Hilfe des “Trainingsraumes“ nach dem Arizona-Modell, in dem Stö­renfriede mit pädagogischer Begleitung über korrektes Verhalten nachdenken können. Das ist ohne zusätzliche Lehrerstunden jedoch nicht zu haben.

 


Das Kultusministerium hat zwar bereits einiges auf den Weg gebracht, um nach weniger schmeichelhaften Pisa-Ergebnissen die Qualität von Schule zu verbes­sern. „Aber alle Reformen und ein noch so gut vorbereiteter Unterricht können nicht greifen, wenn Schüler (aller Schularten!) Schule nicht ernst genug nehmen und das Klassenzimmer lediglich als eine Plattform für infantile Spielchen und Pöbeleien benützen, sich unerzogen aufführen und ständig sich und andere stö­ren“, beklagt der VBE-Sprecher. Diese Störfeuer seien keinesfalls mit den lusti­gen Schülerstreichen aus alten Paukerfilmen zu vergleichen, sondern liefen auf einen destruktiven Dauerboykott schulischer Arbeit hinaus.

 


Störungen fangen bereits damit an, dass benötigte Unterrichtsmaterialien nicht mitgeführt respektive Arbeitsaufträge nicht erledigt werden, und reichen über Verstöße gegen die Schulordnung (Handyklingeln im Unterricht) bis hin zu ver­balen Attacken („Hurensohn!“) und Handgreiflichkeiten gegen Mitschüler.
Lehrer bemühen sich redlich, störendes Verhalten von Schülern zu korrigieren. Dauerhafter Erfolg bleibt jedoch aus, wenn Eltern ihre Erziehungsaufgabe nicht verantwortungsvoll wahrnehmen und zu wenig Interesse an der Zusammenarbeit mit der Schule zeigen. Schüler haben ein Anrecht auf eine störungsfreie Lern­atmosphäre.

 

Wenn Lehrer generell zu Beginn einer Stunde erst für die nötige Arbeitsruhe sorgen müssen, um überhaupt mit dem Unterricht anfangen zu kön­nen, leidet die Qualität der Schule. Wertvolle Lernzeit wird so zunächst für zwar notwendige, aber bisher versäumte Erziehungsaufgaben verwendet.

 

Verband Bildung und Erziehung (VBE)  -  Baden-Württemberg
Landesgeschäftsstelle Stuttgart, Panoramastraße 31, 70174 Stuttgart, Tel. 0711/2293146
Pressesprecher: Michael Gomolzig - Telefon 07181/82179 dienstlich: 07151/750310

 


 
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