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Veranstaltung zum Thema "Tourette und Schule"

Haben Sie ein Kind in Ihrer Klasse, das sich merkwürdig verhält, ohne dass Sie hierfür eine Erklärung finden können? Das Kind ist eigentlich intelligent, freundlich und höflich – aber dennoch: Es stört den Unterricht durch Laute und Geräusche, zuckt gelegentlich, hüpft unruhig auf dem Stuhl und blinzelt mit den Augen, obwohl der Augenarzt sagte, dass eine Brille nicht erforderlich sei.



Sie haben vielleicht bereits mit den Eltern gesprochen und sich gefragt:

  • Ist das Kind vielleicht hyperaktiv?
  • Hat es Angst, oder ist es nervös?
  • Bestehen familiäre oder soziale Probleme? Ist es körperlich krank?
    Handelt es sich um ein Kind mit Tourette -Syndrom?

Mit diesen Worten beginnt der Leitfaden für Lehrer der Tourette -Gesellschaft Deutschland e.V., speziell herausgegeben für solche Fragestellungen.

 


Mangelndes Wissen über die Erkrankung macht vielen Betroffenen das Leben schwer. Hänseleien, Beschimpfungen und Ausgrenzung – das ist für viele Kinder und Jugendliche, die am Tourette-Syndrom erkrankt sind, grausame Realität. Tourette-Syndrom, was ist das?, werden Sie sich vielleicht fragen. Das Tourette-Syndrom ist eine komplexe neurologisch-psychiatrische Erkrankung. Kernsymptome sind motorische und vokale Tics. Der Beginn ist stets in der Kindheit oder Jugend und der Verlauf ist chronisch. Das Tourette-Syndrom ist bis heute nicht heilbar. Unter motorischen Tics versteht man unwillkürlich eintretende Zuckungen,
die prinzipiell am ganzen Körper auftreten können, am häufigsten aber im Gesicht und am Kopf lokalisiert sind (z.B. Augenblinzeln, grimassierende Gesichtsbewegungen, Kopfrucken). Vokale Tics sind unwillkürlich hervorgebracht Geräusche, Laute oder Wörter (z.B. Räuspern, Husten, Quieken).

 

Tics sind weitgehend unwillkürlich. Das heißt, betroffene Kinder können nicht einfach damit aufhören, einige sind jedoch in der Lage, ihre Tics für wenige Minuten oder manchmal auch Stunden zu unterdrücken. Das Ziel der Tourette-Gesellschaft Deutschland e.V. ist es, das Krankheitsbild einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und gerade an unseren Schulen Wissen über diese Krankheit zu vermitteln, damit betroffenen Kindern ein langer Leidensweg durch Unverständnis über ihr Verhalten erspart bleibt.

 

Deshalb möchten wir Sie recht herzlich zu unserem Fortbildungsnachmittag einladen.


 

Dieser findet statt am
Freitag, den 18. Januar 2008
Großer Hörsaal
Bildungswerk
Marienhospital Herne
Hölkeskampring 40
44625 Herne


Beginn der Veranstaltung ist 16.30 Uhr

 

Als Referentin konnten wir Frau Dr. Cornelia Vitt von der Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Aachen gewinnen. Außerdem wird ein Jugendlicher über seine Erfahrungen mit dem Tourette Syndrom in der Schule berichten.

 

Frau Michaela Flecken, 1. Vorsitzende der Tourette-Gesellschaft Deutschland (TGD), wird Sie durch das Programm führen und gerne Ihre Fragen, auch zum Thema Nachteilsausgleich in der Schule, beantworten. Für das leibliche Wohl wird die Tourette-Selbsthilfegruppe Ruhrgebiet sorgen. Wir freuen uns auf einen spannenden Nachmittag mit Ihnen und verbleiben mit freundlichen Grüßen

 

Michaela Flecken - 1.Vorsitzende der TGD Tourette-SHG Ruhrgebiet

Melanie Bödeker - Tourette-SHG Ruhrgebiet


 

http://www.tourette-gesellschaft.de

 

Tourette Syndrom - Homepage Deutschland www.tourette.de


 
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