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Schule mit Kick: Internationales Abitur an einem College von UWC

Ausbildung und Erziehung im Geiste von Kurt Hahn. Bei UWC zählen Verantwortungsbewußtsein, Toleranz und soziales Engagement. Gelernt wird für das weltweit als Abitur anerkannte internationale Bakkalaureat-Diplom (IB). Bis zum 15. Dezember 2006 können sich Schülerinnen und Schüler bewerben.



Frankfurt am Main, 9. November 2006 --- Bis zum 15. Dezember 2006 können sich Schülerinnen und Schüler für einen Platz an einem der United World Colleges (UWC) bewerben. Voraussetzung ist, dass die in Deutschland lebenden Schülerinnen und Schüler im August 2007 mindestens 16, aber noch keine 18 Jahre alt sind. Zur Unterstützung der Bewerber vergibt die deutsche Stiftung UWC Voll- und Teilstipendien, die sich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit der Eltern richten. Erstmals gibt es ab dem Schuljahrgang 2007 - 09 auch ein Alexander-Krebs-Gehlen-Stipendium, das sich im Geiste seines Namensgebers an Schüler/-innen richtet, die sich durch besondere Leistungen im Bereich Naturschutz, Sport und/oder Geschichte für dieses Stipendium qualifizieren. Zusätzlich bietet das United World College of the Adriatic in Duino/Italien erneut weltweit ausgeschriebene Musikstipendien für internationale Nachwuchsmusiker/- innen (vornehmlich für Streichinstrumente) an.

 

An den United World Colleges, die als Internate geführt werden, leben und arbeiten Jugendliche aus insgesamt mehr als 100 Nationen zusammen. In internationalen und interkulturellen Schulklassen lernen sie für das Internationale Abitur. Hauptsprache ist Englisch, daneben zum Teil die jeweilige Landessprache. Das Schulprogramm schließt mit dem internationale Bakkalaureat-Diplom (IB) ab, das in Deutschland und international als Hochschulreife anerkannt ist. Seit der Gründung des ersten UWCs in Wales/GB 1962 hat sich die Zahl der Colleges auf zwölf erhöht. Diese befinden sich in Hongkong/China, Indien, Italien, Kanada, Norwegen, Singapur, Swasiland, USA, Venezuela und seit Sommer 2006 auch in Bosnien-Herzegowina und Costa Rica.

 

Schule der Weltoffenheit und Toleranz
Wer in seiner Jugend positive Erfahrungen bei der Begegnung mit anderen Kulturen machen konnte, wird als Erwachsener einen aktiven Beitrag zur Völkerverständigung und Toleranz leisten können – so der Grundgedanke des deutschen Pädagogen und UWC-Gründers Kurt Hahn. Heute steht UWC für ein einzigartiges internationales Schulkonzept. Jugendliche aller Nationalitäten, Kulturen und sozialen Schichten setzen sich während ihrer Ausbildung für internationales Verständnis, Frieden, Toleranz und Gerechtigkeit ein. Durch den Austausch mit ihren Mitschülern lernen sie die eigene Herkunft und Lebenseinstellung in einem globalen Kontext zu sehen. Multikulturelle Verständigung und soziale Verantwortung erwachsen aus diesem Zusammenleben sowie aus dem Engagement in vielfältigen kulturellen und sozialen Projekten.

 

Das Auswahlverfahren
Die Auswahl der deutschen Schüler für rund 20 zur Verfügung stehende Studienplätze erfolgt durch die Auswahlkommission der Deutschen Stiftung United World Colleges in Frankfurt/Main. Eine direkte Bewerbung bei den einzelnen Colleges ist nicht möglich. Die Auswahlkommission orientiert sich unabhängig von finanziellen Aspekten ausschließlich an Eignung, Begabung und Persönlichkeit der Bewerber. Nach einer Vorauswahl der schriftlichen Bewerbungen Mitte Januar 2007 werden geeignete Kandidaten für Februar 2007 zu einer dreitägigen Hauptauswahl nach Bad Homburg eingeladen. Die aus diesem Auswahlverfahren hervorgehenden Stipendiaten werden ihren Aufenthalt an einem United World College im September 2007 antreten.

 

Seit 2006 zwei neue UWCs in Costa Rica und Bosnien-Herzegowina
Mit dem Beginn dieses Schuljahrs hat sich der Kreis der United World Colleges erweitert: Im August 2006 hat sich das Colegio Internacional SOS nahe San José in Costa Rica, als elftes College UWC angeschlossen. In Costa Rica wurden seit den 1970er Jahren fast 25 % der Landfläche und Teile der Küstengewässer zu Nationalparks und Schutzgebieten erklärt. Vor diesem Hintergrund stehen Umweltprojekte im Fokus der Ausbildung am UWC in Costa Rica. Darüber hinaus wurde im September 2006 das erste UWC in einem islamisch geprägten Land eröffnet. Erstmals seit Ende des Balkankriegs werden an dem UWC in Mostar, Bosnien-Herzegowina, bosniakische, kroatische und serbische Schüler in interethnischen Schulklassen gemeinsam nach einem Lehrplan unterrichtet.

 

Mehr als zehn Jahre nach Ende des Bürgerkriegs trennt das dortige Schulwesen weiterhin nach ethnischen Bevölkerungsgruppen und verfolgt eher einen Weg der Ausgrenzung als der Integration. Somit stellt das neue UWC in Mostar einen wichtigen Schritt der Annäherung dar.


 

Notiz für die Redaktion
Der deutsche Pädagoge Kurt Hahn und der britische Luftmarshall Sir Lawrence Darvall schufen 1956 das Konzept der internationalen Schulen von UWC, das seinerzeit von der Londoner Times als das „aufregendste Bildungsprojekt der Nachkriegszeit“ betitelt wurde. Heute ist die Organisation Partner der UNESCO auf dem Gebiet der internationalen Schulbildung und wird von einer Reihe prominenter Persönlichkeiten unterstützt: Ehrenpräsident der Organisation ist Nelson Mandela, und Königin Noor von Jordanien ist Präsidentin der Colleges. Ein weiterer Unterstützer der UWCs auf internationaler Ebene ist Lord Richard Attenborough.


Derzeit existieren zwölf United World Colleges in Bosnien-Herzegowina, Costa Rica, Hongkong/China, Indien, Italien, Kanada, Norwegen, Singapur, Swasiland, USA, Venezuela und Wales/GB. Im Durchschnitt gehören jedem College rund 250 Schüler an. Als erstes United World College wurde 1962 das Atlantic College in Wales gegründet.

 

Die überregionale Repräsentanz der Schulen liegt in den Händen des internationalen Büros der United World Colleges mit Sitz in London. In Deutschland sind die United World Colleges durch die Deutsche Stiftung United World Colleges, Darmstädter Landstraße 110, 60598 Frankfurt/Main, vertreten. Bewerbungsunterlagen können unter dieser Adresse sowie per Email unter deutsche.stiftung@uwc.de angefordert oder von der Homepage www.uwc.de werden.

 

Pressekontakt/Die Patenschaft für die Pressearbeit der UWC übernimmt:
Charles Barker Corporate Communications GmbH
Gräfstraße 99, 60487 Frankfurt/Main
Telefon: +49 (0)69 794090-0, Email: info@charlesbarker.de
Kontakt: Kornelia Spodzieja, Caroline Fischler


 

Für weitere Informationen:
Deutsche Stiftung UWC, Darmstädter Landstraße 110, 60598 Frankfurt/Main
Telefon: +49 (0)69 63307563, Fax: +49 (0)69 63307623,
Email: deutsche.stiftung@uwc.de
Kontakt: Dr. Jutta Belke, Generalsekretärin

 


 
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