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Computer für die Schulen - Bill Gates zu Gast im Kanzleramt

Berlin (RPO). Wer ist fitter im Umgang mit Computern? Sind es Schüler oder Lehrer? Das wird in einem Wettbewerb ermittelt, den Bundeskanzlerin Angela Merkel und Microsoft-Gründer Bill Gates ins Leben gerufen haben. Sie wollen damit den Einsatz von Computern an Schulen fördern.




Am Mittwochmittag empfing die Merkel den Microsoft-Gründer im Kanzleramt. In einer Pressekonferenz wies sie später darauf hin, dass 60 Prozent der Berufstätigen in Deutschland mit Computern zu tun hätten. "Deswegen ist es sehr wichtig, dass die Computerausstattung an den Schulen vernünftig ist", sagte sie. "Da gibt es noch manches zu tun."

 

Gates wurde mittags von Merkel im Kanzleramt empfangen. Anschließend nahmen beide an einem IT-Kongress teil. Der Microsoft-Gründer betonte, dass es ihm ein besonderes Anliegen sei, den Computereinsatz an Schulen zu verbessern. "Microsoft ist angetan von der Idee, Innovationen zu nutzen, um Bildung zu verbessern."

 

Der US-Softwareriese hatte im November 2006 die Qualifizierungsinitiative IT-Fitness ins Leben gerufen. Ziel ist es, bis 2010 vier Millionen Menschen in Deutschland fit für den Umgang mit Informationstechnologie im Berufsleben zu machen.

 

 

Eine revolutionäre Zeit

 

In diesem Rahmen starteten Gates und Merkel nun den Wettbewerb "IT-Fitness macht Schule". Schulen, Lehrer oder Schüler können sich unter it-fitness.de im Internet mit innovativen Projekten dafür anmelden. Die "IT-fitteste Schule" soll mit einem "Klassenzimmer der Zukunft" im Wert von 50.000 Euro ausgezeichnet werden. Der "IT-fitteste Lehrer" und der "IT-fitteste Schüler" erhalten jeweils Hard- und Software im Wert von 2.500 Euro.

 

Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der IT-Fitness-Initiative, arbeiten 28 Prozent der Schüler zwischen 14 und 20 Jahren in Deutschland gar nicht mit dem Computer. Weitere 36 Prozent nutzen weniger als zwei Schulstunden pro Woche einen Rechner. Forsa befragte im November 1.001 Schüler.

 

Merkel sagte in ihrer Rede auf dem IT-Kongress, es sei zum Teil noch gar nicht verstanden worden, welche kulturelle Revolution die Informationstechnologie möglich gemacht habe. "Wir leben in einer Zeit, die ungefähr so revolutionär ist, wie die Zeit zur Einführung der Buchdruckerkunst", sagte sie. "Von der Frage, wie schnell und wie bestimmend wir in diesem Bereich der Informationstechnologie sind, hängt für Europa ab, welche Rolle im 21. Jahrhundert es am Ende spielen wird."

 

Merkel warnte davor, technische und kulturelle Entwicklungen vorbeiziehen zu lassen. "Ich glaube, das Internet ist sozusagen die Hardware für uns zu lernen, global zu denken", sagte die Kanzlerin.

 

Quelle: RP-Online

http://www.rp-online.de


 
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