Die erweiterten didaktischen und technischen Möglichkeiten verbunden mit systematischen Maßnahmen zur Qualitätssicherung erleichtern es, der Vielfalt unterschiedlicher Lernstile gerecht zu werden und die Attraktivität internetgestützter Fernlehrgänge zu steigern. Dies sind die ERGEBNISSE EINER UMFRAGE DES BUNDESINSTITUTS FÜR BERUFSBILDUNG (BIBB) unter mehr als 400 Anbietern von Fernlehrgängen.
Internetgestützte Fernlehrgänge werden besonders wegen der
vereinfachten Kommunikation der Teilnehmenden untereinander beziehungsweise zum
betreuenden Personal und wegen der Möglichkeit, die digitalen Lerninhalte
individuell jederzeit wiederverwenden zu können, positiv bewertet. Diejenigen,
die (noch) keinen Mehrwert in netzgestützten Angeboten erkennen (rund 22 %),
konstatieren häufig fehlende EDV-Kenntnisse bei der Zielgruppe oder betrachten
individuelle internetgestützte Lernphasen vor dem heimischen Computer als
unzureichende Alternative zu Präsenzphasen.
Um die Schwachstellen dieses eher skeptisch beurteilten
"reinen" E-Learnings auszuräumen, setzen die Anbieter von internetgestützten
Fernlehrgängen zunehmend auf das "Blended Learning". Bei diesem "gemischten"
Lernen wird neben den individuellen Lernphasen vor dem Computer dem Einsatz von
begleitendem Fachpersonal (Teletutoren oder Teletutorinnen) sowie flankierenden
Präsenzphasen ein hoher Stellenwert eingeräumt. Entsprechend erwartet eine
Mehrheit der Anbieter von ihren Teletutoren und Teletutorinnen einschlägige
Kenntnisse und Qualifikationen.
Hinsichtlich neuer Technologien bei der zukünftigen
Gestaltung von Fernlehrgängen werden "Wikis" und "Podcasts" nach Auffassung der
befragten Anbieter an Bedeutung gewinnen. Eher "verhalten" werden dagegen "Web
2.0"-Technologien eingesetzt.
Um die Attraktivität von Fernlehrgängen zu steigern, wird
bei den Anbietern das Thema "Qualität" besonders groß geschrieben. Mehr als 70
Prozent der Befragten bescheinigen dem in Deutschland gültigen
Zulassungsverfahren nach dem Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG einen hohen
Stellenwert für die Qualitätssicherung. Darüber hinaus setzen rund drei Viertel
der befragten Anbieter in ihren Einrichtungen eigene Instrumente zur
Qualitätssicherung bzw. Entwicklung ein. Dabei überwiegen laut Umfrageergebnis
Verfahren zur Selbstevaluation. Immerhin rund ein Drittel der befragten
Anbieter
greift aber auch auf umfassende Qualitätsmanagementsysteme wie zum Beispiel DIN
EN ISO 9001 zurück.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat den gesetzlichen
Auftrag,
Entwicklungen im Bereich des Fernlernens zu analysieren, Anbieter von
Fernunterrichtslehrgängen zu beraten, Entwicklungsvorhaben und
Forschungsprojekte mit dem Ziel durchzuführen, den berufsbildenden
Fernunterricht zu verbessern, sowie in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für
Fernunterricht (ZFU) berufsbildende Fernlehrgänge zu begutachten.
Eine Kurzfassung der Umfrageergebnisse sowie die
ausführliche Gesamtauswertung finden Sie im Internetangebot des BIBB unter http://www.bibb.de/de/wlk9854.htm
INHALTLICHE AUSKÜNFTE IM BIBB ERTEILEN:
Angela Fogolin, Tel.: 0228 /
107-1427; E-Mail: fogolin@bibb.de
Willi
Schmitz, Tel.: 0228 / 107-1528; E-Mail: schmitz@bibb.de


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