Der Mathe-Führerschein basiert auf einer Version der
web-basiertenMathematik-Lernumgebung ActiveMath, die von der Universität des
Saarlandes, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI)
in Saarbrücken und der Fachhochschule Dortmund entwickelt wurde. Teilfinanziert
wurde das Projekt von ThinkIng, einer Initiative, die vom Gesamtverband der
Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie (Gesamtmetall), vom VDMA,
VDE, VDI und VDA getragen wird.
Wer Mathe-Aufgaben nicht versteht, hätte gern einen Tutor, der mit Rat zur
Seite steht. Neue E-Learning-Systeme bieten dies auf virtuelle Weise: Der
Lernende kann Übungsaufgaben am Computer selbständig bearbeiten und erhält von
dem System Rückmeldungen. Der "Mathe-Führerschein" ist dafür in drei Blöcke
unterteilt: Unter den "Anwendungen" findet der Lernende komplexe
Fragestellungen, die mit mathematischen Kenntnissen bearbeitet werden können.
Er kann zum Beispiel modellieren und berechnen, wie man Bäume zuschneidet, wie
ein Verkehrsstau entsteht oder wie man bei der Aktmalerei die Proportionen
eines Körpers richtig berechnet.
In der Rubrik "Probleme" können dazugehörige mathematische Fragestellungen
bearbeitet werden. Für einen Radfahrer muss man etwa berechnen, welcher Berg
steiler ist oder man soll für eine Party berechnen, wie man die Cocktails
passend mischt, ohne dass von einem Getränk zu viel übrig bleibt. Im Bereich
"Fertigkeiten" kann der Schüler die entsprechenden Mathematikaufgaben lösen,
die seine Kenntnisse zu Brüchen, Gleichungen, Funktionen, Ableitungen und
Integralen überprüfen, und er erfährt dort, ob er richtig liegt. Außerdem
enthält der Mathe-Führerschein eine Bibliothek mit Erläuterungen und
Beispielen, die auf verschiedene Weise dargestellt werden, nämlich sprachlich,
grafisch, mit Zahlen und mit Formeln. Jeder Nutzer kann dadurch nach seiner
eigenen Methode die Probleme erfassen. Abschließend kann er sich dann mehreren
Tests stellen, die das gesamte vermittelte Wissen prüfen.
Der Mathe-Führerschein soll künftig vor allem für so genannte "adaptive
Brückenkurse" für Studienanfänger weiterentwickelt werden, die eine
unterschiedliche Schulausbildung erhalten haben und mit unterschiedlichen
Voraussetzungen starten. In adaptiven Brückenkursen werden - angepasst an die
gewählte Studienrichtung - noch vor dem Studium Mathematik-Kenntnisse
vermittelt, die sich künftige Studierende der Informatik,
Ingenieurwissenschaften oder Betriebswirtschaft in der Schule nicht oder nicht
ausgerichtet auf die Probleme ihrer Studienrichtung erarbeiten konnten und dies
angepasst an das jeweilige Vorwissen der Studierwilligen. Die Wissenschaftler
an der Universität des Saarlandes und dem DFKI suchen für den Einsatz dieser
adaptiven Brückenkurse noch weitere interessierte Hochschulen und
Sponsoren.
Für einen Zugangscode und Fragen wenden Sie sich bitte
an:
PD. Dr. Erica Melis
Deutsches Forschungsinstitut für Künstliche
Intelligenz GmbH (DFKI)
und Universität des Saarlandes
Tel: +49 (0)681
302 4629/5276
Fax: +49 (0)681 302 2235
E-Mail: Erica.Melis@dfki.de oder winter@dfki.de
Friederike Meyer zu Tittingdorf
Kompetenzzentrum Informatik an der
Universität des Saarlandes
Tel. 0681/302-58099
Email: presse@cs.uni-sb.de
Weitere Informationen finden Sie unter
http://cos.iuk.fh-dortmund.de:8080/
http://www.activemath.org/


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